Dejan Terzic – Melanoia

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Christian Weidner_altosax
Jozef Dumoulin_piano/fender rhodes
Ronny Graupe_7string git
Dejan Terzic_dr, perc, comp

www.dejanterzic.com

New CD: Melanoia (BMC), Release: November 2019

Hier kann man das neue Album schon jetzt hören: Orchard Promo Player

Vor gut acht Jahren hat Dejan Terzic seine Band Melanoia gegründet und seitdem drei innovative, hoch gelobte Alben veröffentlicht. Das Debüt wurde 2014 mit einem Jazz-Echo ausgezeichnet, das bislang letzte namens Red war eine gemeinsame Produktion mit dem couragierten französischen Streichquartett IXI. Die deutschsprachige Presse ist voller Anerkennung für Terzics herausragenden Gestaltungswillen. „Die Musik von Red ist ein Ereignis“ befand die Jazzthetik, in der Leipziger Volkszeitung stand: „Eine feine Nachtmusik voller unaufdringlicher Überraschungen, ein mildes Schweben im Ominösen, das Kontur gewinnt und Logik.“ Auch vom Publikum wird die international erfolgreiche Band gefeiert, beispielsweise beim Winterfestival Bern, Jazzdor-Festival Strasbourg Berlin, BMC Festival Budapest, Jazzfest Tel Aviv, Xjazz Festival Berlin u.v.m.

Das neue Werk präsentiert Melanoia in einer zur Hälfte neuen Besetzung. Saxophonist Christian Weidner, wie Terzic und Gitarrist Ronny Graupe in Berlin ansässig, ist nun fest dabei, nachdem er in letzter Zeit schon häufig eingesprungen war. Alle drei gehören seit langem zu den Fixpunkten der deutschen Szene und werden auch international geschätzt. Dejan Terzic spielt aktuell auch mit Chris Speed, Bojan Z und Matt Penman im Quartett Axiom, in früheren Jahren wurde er u. a. von Franco Ambrosetti oder Enrico Rava engagiert. Weidner wurde bekannt im Deutsch-Französischen Jazzensemble unter Albert Mangelsdorff, spielt im Trio Der Rote Bereich (mit Frank Möbus) und im eigenen Trio mit Kathrin Pechlof und Robert Landfermann. Graupes charakteristischer Sound auf der 7-saitigen Gitarre prägt die Band Hyperactive Kid (mit Christian Lillinger und Phillip Gropper), darüber hinaus spielt(e) er mit Tyshawn Sorey, John Schröder, Rolf Kühn, Wanja Slavin, Henning Sieverts u.v.m.

Seine Premiere bei Melanoia feiert Pianist und Fender Rhodes-Spezialist Jozef Dumoulin. In den vergangenen Jahren bekam der Belgier als „Erneuerer des E-Pianos“ (Michael Rüsenberg) und als innovativer Improvisator internationales Lob, u.a. an der Seite von Arve Henriksen und Stian Westerhus. Der flirrende bis harsche, zuweilen treibende oder – speziell bei Dumoulins Soli – ins Surreale driftende Rhodes-Sound ist ebenso essentiell für Terzics Kompositionen wie der klare bis perkussiv-akzentuierte Klang eines Klaviers.

Die aktuellen Stücke bestechen weiterhin mit klugen Verbindungen aus komplexen Strukturen, facettenreichen Klangfarben und lebendigen Abstraktionen. Sie sind nun etwas transparenter angelegt, ihr Variationsreichtum wirkt dadurch noch eindrücklicher. Das neue Repertoire fesselt mit Suggestionskraft und dem persönlichem Ausdruck aller Beteiligten, der sich weniger in EInzelaktionen als vielmehr im Bandkontext definiert. Gemeinsam schlagen die virtuosen Musiker Funken aus spannenden harmonischen Gefügen. Für Terzic sind Harmonien essentiell zum Improvisieren, dem Publikum bieten sie verlässliche Anknüpfungspunkte. Melanoia spricht Intellekt und Herz an und unterstreicht seine Position als kraftvoll-eigenständige Stimme in der europäischen Szene

Presse:

Melancholie und Paranoia, zusammengefasst im Portmanteau-Wort Melanoia, sind die bestimmenden Pole, zwischen denen das neue Album des bayerisch-bosnischen Schlagzeugers beständig oszilliert. Der Glockenspieleinstieg täuscht, denn schon bald geht es alles andere als zahm zur Sache, und dann wieder doch oh so zart – eben wie bei einem ,,Traum im Traum im Traum“.
Jazzthetik, Victoriah Szirmai, Juli/August/15

Das Kunstwort Melanoia steht für das den Tag-und Nacht-Rhythmus regulierende Hormon Melatonin und den Begriff Paranoia. Zum Glück für die Musik erweist sich die Anspielung auf die Paranoia als sympathische Koketterie, die im Titel der erneuten Erd-entrückten Unternehmung ihre Entsprechung hat, denn die mitunter von kühnen Intervallsprüngen geprägte Musik verliert sich keineswegs in einem Irrgarten, findet vielmehr durch zirkulär geschichtete Gänge zu sich selbst.
Rondo, Thomas Fitterling, 31.07.2015

In einem dichten Gespinst verzichten die idealen Quartettpartner dieser extrem ausgewogenen Klänge auf vorpreschende Solobeiträge. Stattdessen gibt es eng beieinander labyrinthische Verzahnungen von Pianist Achim Kaufmann, Gitarrist Ronny Graupe und Altsaxofonist Hayden Chrisholm (…) Das ergibt eine feine Nachtmusik voller unaufdringlicher Überraschungen, ein mildes Schweben im Ominösen, das Kontur gewinnt und Logik.
Ein sinnlicher Bewusstseinsstrom voller Facetten, der immer weitergehen könnte.
Leipziger Volkszeitung ,16./17. Mai 2015

Dejan Terzic wählt seine Bilder mit Bedacht: Irrgärten seien dazu da um sich zu verlieren, in einem Labyrinth könne man sich finden.
Das Quartett atmet die Stücke gemeinsam, und begibt sich gemeinsam in Terzics Labyrinth. Die Musiker finden dort nicht nur sich selbst in einer ganz anderen Rolle wieder; sie finden auch als Kollektiv zu einem eigenen Gestus.
Wenn man als Hörer aus diesem Labyrinth nach 70 Minuten heraustritt ist man voller eigener Assoziationen. Und das bei jedem Hördurchgang neu und anders.
JazzPodium; Thorsten Meyer, Juni 2015

Der kreative Top-Drummer Dejan Terzic holte sich eine Traumbesetzung ins Studio, um 10 Tracks einzuspielen, die einen sehr rasch in eine Welt zwischen Traum, Schlaf, Halbdunkel und Mystik hineinmanövrieren.
“Labyrinth“ ist komplett anderer Jazz, als wir ihn gewohnt sind. Die Musiker versuchen nicht durch Soli einer Komposition ihren persönlichen Stempel aufzudrücken; man ist eher bemüht, dem Hörer im Quartett kein konkretes Klangbild zu liefern, sondern Assoziationen zu wecken oder ihn in eine surreale Gegebenheit zu leiten.
Concerto, Juni/Juli 2015

Man hört Minimalistisches, Repetitionsmotive, dissonante Texturen,
die mit Spannung zur Harmonie spielen, melodische Schichtungen, aber auch ausladend Improvisierendes, nur eben nichts, was man mit den üblichen Mustern jazziger Linearität erfassen kann.
Achim Kaufmann, Pianist mit experimenteller, an zeitgenössischer Klassik geschulter Erfahrung, Ronny Graupe, Gitarrist mit Siebensaiter und reflektierter Dekonstruktivist mit stellenweise schrulligem Klanghumor, Hayden Chisholm, Saxofonist mit großer Liebe zu melodisch Komplexem. Das ist ein Team intellektueller Freigeister, die Terzic fordern und formen.
Und sie bildet ein offenes System, das sich mit jedem Treffen der Beteiligten verändert.
Jazz Thing , 06-08 2015

Es muss wohl das Ziel eines jeden ambitionierten Schlagwerkers sein, ein Ensemble zu finden, in dem das Drumset gleichberechtigt neben dem akkordschaffenden oder solistisch hervortretenden Instrumentarium steht.
Dejan Terzic kommt mit „Melanoia“ dem Versuch sehr nahe, feinfühlig in einem Quartett zu agieren, ohne schlicht der Typ an der Schießbude zu sein.
„Melanoia“ ist so zu einem Album geworden, das in verhaltenem Erzählton daherkommt und ohne den Drang zum Exzess nur dort Spannung aufbaut, wo sie wirklich hingehört.
kulturNews, 06 2015

Terzic will den Traum als Irrgarten musikalisch aber nicht nur abbilden, sondern auch evozieren. Wer sich seine Stücke anhört, dämmert tatsächlich weg in jene Anderswelten, wo sich Logik und Kausalität auflösen wie treibende Wolkenfetzen.
Kultur Tipp, 28.5 – 11.06. 2015

Schlagzeuger Dejan Terzic und sein Quartett ,,Melanoia“ haben sich auf ,,Labyrinth“ (enja/Soulfood) von Träumen inspirieren lassen. Herausgekommen ist eine suggestive Musik, die viel Raum lässt, um sie für sich selbst zu entdecken und zu interpretieren. Dass Terzic hier bewusst auf einen Bassisten verzichtet, fällt fast gar nicht auf. So intensiv und dicht und sind die Klangwelten der vier Musiker.
Zeitungshaus Bauer , 22.5.15

Verfolgungswahnsinn……so raffiniert und dabei lyrisch.Wird gleich jemand ein Gedicht vortragen? Es wäre willkommen. Vier Könner verfolgen sich gegenseitig. Da wird nicht mehr umschwebt, da wird mit allen Mitteln eingekreist. Sie kombinieren die Schweremut mit Verfolgungswahnsinn und lösen das Zwittermotto des Albumtitels ein : Melanoia.
Die Zeit

Dejan Terzic ist mit seiner 2012 gegründeten Band Melanoia ein wahrhaft traumhaftes Debüt gelungen.
Jazzthetik

Man vermisst nichts bei diesem Quartett, das einzigartig klingt. Eine echte Traumband.
Jazzthing

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Weitere Bilder: http://dejanterzic.com/en/media/press.html