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Dejan Terzic „Axiom“

Chris Speed_Sax; Cl
Bojan Z_Piano, Fender Rhodes
Matt Penman _Bass
Dejan Terzic_Drums

www.dejanterzic.com

New CD on C.A.M. im Herbst 2016

Das im Jahre 2015 neu gegründete Quartett des Schlagzeugers und ECHO Jazz Preisträgers Dejan Terzic präsentiert seine Debüt-CD Prometheus  bei dem renommierten Label CAM Jazz. Die Musiker kennen sich untereinander schon sehr lange, zum Teil reichen die Begegnungen weit in die 80er Jahre zurück.
Das Quartett improvisiert und interpretiert mit minimalistischen Ansätzen und melancholischen Farben, mit musikalischen Verflechtungen,vielschichtigen Strukturen und freien Ausformungen. „Der Begriff AXIOM ist in der Mathematik etwas, das man nicht beweisen muss. Und das passt wunderbar auch auf unsere Musik“, erklärt Dejan Terzic und fügt hinzu: „Es gibt auch ein bestimmtes mathematisches Verhältnis innerhalb der Kompositionen und es laufen permanent verschiedene Metren gleichzeitig“. Das Zusammenspiel der vier Individualisten ist atemberaubend – seit Jahren gehören sie zur Spitze der internationalen Jazzszene.

Chris Speed sax,clarinet
Chris Speed lernte ab dem fünften Lebensjahr klassisches Klavierspiel, ab dem elften Klarinette; in der Highschool begann er mit dem Spiel auf dem Tenorsaxophon. Er studierte Jazz am New England Conservatory of Music in Boston. 1992 zog Speed nach New York City und war Leader bzw. Co-Leader verschiedener Formationen, zumeist mit dem Schlagzeuger Jim Black wie die Band Pachora, sowie das Ensemble Human Feel;die Band yeah NO; das Trio Iffy. Des Weiteren arbeitete Speed in George Schullers Formation Orange Then Blue, mit den Künstlern der New Yorker Avant-Jazz Szene, wie Tim Bernes Band Bloodcount;John Hollenbecks Formation The Claudia Quintet, Jim Blacks Band Alasnoaxis; und der Formation The Clarinets.1996 arbeitete er mit John Zorn in dessen Bar Kokhba-Projekt mit, im Jahr 2000 bei Nils Wograms Album Odd and Awkward und Franz Koglmanns Album Venus in Transit. Chris Speed wirkte bei dem für einen Grammy nominierten Album A Blessing des John Hollenbeck Large Ensemble mit; Speed spielte auch bei Aufnahmen von Myra Melford (The Same River, Twice, 1996), Michael Formanek 1996, Jerry Granelli, James Emery 1997, Mark Dresser, Susie Ibarra 1999, Erik Friedlander 1996,
Satoko Fujii und mehreren Alben von Dave Douglas mit, wie bei dessen vielbeachteten Album In Our Lifetime von 1994. Im Jahr 2006 war Speed an der Gründung des unabhängigen Jazzlabels Skirl Records beteiligt, das das musikalische Geschehen der Brooklyner Jazzcommunity dokumentieren soll. Speed spielte auf den ersten Label-Veröffentlichungen, dem Album The Clarinets sowie auf Curtis Hasselbrings The New Mellow Edwards mit. 2011 entstand auf dem Label das Album Endangered Blood, das er mit Jim Black, Oscar Noriega und Trevor Dunn einspielte. 2013 erschien Work your magic in derselben Besetzung. Seine Begegnung mit Dejan Terzic geht auf das Jahr 1990 zurück. In 2004, 2006 und 2009 spielten sie jeweils eine CD ein unter dem Namen Underground.
www.chrisspeed.com

Bojan Zulfikarpasic piano, fender rhodes
Im Alter von fünf Jahren begann Bojan mit dem Klavierspielen. 1986 studierte er drei Monate mit Clare Fischer im Blue Lake Fine Arts Camp in Michigan (USA). 1988 wechselte er vom jugoslawischen Armeeorchester nach Paris. Er spielte mit Noël Akchoté, Julien Lourau, Magic Malik im Marc Buronfosse Quartett und im Azur Quartet mit Henri Texier sowie mit Michel Portal.
1993 kreierte er sein erstes eigenes Projekt, das Bojan Z Quartet. 1995 nahm er sein erstes Soloalbum beim Amiens Jazz Festival auf (Quartet). 1999 startete er das Weltmusik-Projekt Koreni mit Vlatko Stefanovski, Predrag Revisin und Vojin Draskoci. 2000 spielte er das Soloalbum Solobsession ein; in Triobesetzung mit Scott Colley und Nasheet Waits nahm er 2003 das Album Transpacific auf. Er ist besonders in Frankreich bekannt, wo er auch renommierte Preise erhielt (ausgezeichnet mit dem Ritterorden der Künste durch die französische Regierung, 2002 Prix Django Reinhardt der französischen Académie du Jazz).
www.bojanz.com

Matt Penman bass
Penman hatte als Kind bei seiner Mutter, einer Klavierlehrerin, klassischen Klavierunterricht. Mit 14 Jahren begann er auf dem Kontrabass. 1994 wurde das Album Urbanism, an dem er als Co-Leader beteiligt war, als New Zealand Jazz Album of the Year nominiert. Er studierte dann mit einem Stipendium ein Jahr am Berklee College of Music in Boston bei Herb Pomeroy und Hal Crook, bevor er sich 1995 in New York City niederließ. Penman arbeitete u. a. mit Kenny Werner, Wolfgang Muthspiel, Nnenna Freelon, Kurt Rosenwinkel, David Berkman, Guillermo Klein, Mika Pohjola, Peter Bernstein,
Sam Yahel und Seamus Blake sowie mit den Bands von Chris Cheek,und Nils Wogram. Live trat er mit dem SFJazz Collective unter Joshua Redman und mit Madeleine Peyroux auf.
1998 veröffentlichte er als Co-Leader das Album Flipside (mit Darren Beckett, Jérôme Sabbagh und Greg Tuohey). 2002 erschien sein erstes eigenes Album Unqiet (mit Jeff Ballard, Chris Cheek, Aaron Goldberg und Kurt Rosenwinkel). Daneben ist er inzwischen auf mehr als 85 Alben als Sideman zu hören.
www.mattpenman.com

Dejan Terzic drums
Terzic, der mit seiner Familie nach Nürnberg zog, als er drei Jahre alt war, lernte ab dem sechsten Lebensjahr Klavier. Mit zwölf Jahren wechselte er ans Schlagzeug.
Ab 1990 studierte er am Nürnberger Konservatorium, um dann bis bei Bill Elgart an der Hochschule für Musik Würzburg zu studieren. Zwischenzeitlich vertiefte er seine Studien in New York City bei Marvin Smitty Smith, Bill Stewart und Duduka da Fonseca und am Vermont Jazzcenter bei Jimmy Cobb und Attila Zoller.
Zwischen 1992 und 1995 war er Mitglied der von Dusko Goykovich geleiteten Bavarian First Herd und von 1993 bis 1996 auch des Bujazzo. Daneben gründete er 1994 das Sunday Night Orchestra.
Ende der 1990er Jahre war er als Mitglied des Dusko Goykovich Quintetts und des Trios von Antonio Faraò international aktiv. Ab dem Jahr 2000 gehörte er zu den Bands von Bob Berg, Franco Ambrosetti und Enrico Rava, mit denen er auch aufnahm. Weiterhin gehörte er zu den Gruppen von Johannes Enders, Nils Wogram, Jens Winther und Anke Helfrich. In seiner seit 2002 bestehenden Gruppe Underground (zunächst mit Chris Speed, Frank Möbus und Mark Helias) beschäftigt er sich mit Balkanmusik. Auch tourte er mit Sonny Fortune und ist Mitglied des Trio Rooms mit Hans Lüdemann und Sébastien Boisseau. Mit Hayden Chisholm, Achim Kaufmann und Ronny Graupe bildet er das Quartett Melanoia. Seit 2008 ist er an der Hochschule der Künste Bern als Dozent für das Hauptfach Schlagzeug tätig. 2014 erhält Dejan Terzic den ECHO Jazz als bester
Schlagzeuger national.

Presse:

Terzics Quartett Axiom ist wendig, perfekt aufeinander eingespielt, jeder einzelne Musikerbrilliert auch als exzellenter Solist. Es macht Spaß, diesen vier bei ihren Experimenten, Erkundungen und beim Entwickeln der Stückezuzuhören. Prometheus ist ein gewagtes, faszinierendes Spiel mit dem Feuer. Thomas Kliemann, General-Anzeiger Bonn, 30.12.2016

Rhythmische Virtuosität, rasche Tempi, minimalistische, sich wiederholende Tempi, frei schwebende Teile: Prometheus besticht durch ausdrucksstarke Komposition, durch Biss, durch Präzision. Jeder spielt hier auf den Punkt, es entsteht eine Ästhetik der Genauigkeit. Die Charaktere der Musiker verschwinden allerdings nicht hinter übertriebener Perfektion, sondern kommen durch souveräne technische Eleganz richtig groß raus: Enspannt fließen sie durch den Orbit mit rasenden Riffs, offene Passage, Ostinati. Dejan Terzic, Schlagzeuger und Bandleader, komponierte für das Quartett, das wie eine kleine Familie auftritt: Terzic, Chris Speed am Saxofon, Bojan Zulfikarpasic und Matt Penman am Bass wirken im Zusammenspiel unzertrennlich. Katharina Lohman, jazzthetik, Januar 2017  

Foto (Ulla Binder):

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