yakoutribe_2007

Yakou Tribe

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Kai Brückner (git), Jan von Klewitz (sax), Johannes Gunkel (b), Rainer Winch (dr)

Homepage: www.yakoutribe.de
Aktuelle CD 100% Results Traumton 4581, VÖ 22.02.2013

Sounds: Round, Darum, MacGuffin & Boogaboo

Wo für andere Bands der Jazz aufhört, da fängt er für Yakou Tribe erst an!

Die Jubiläen großer Rockbands bemessen sich nach Jahrzehnten, ja teilweise schon nach halben Jahrhunderten, ihre Platten gehen in die Dutzende. Im Jazz ist das anders. Jazz Bands treffen sich für ein Album, und wenn es dann besonders gut läuft und die Egos halbwegs auf derselben Frequenz senden, springt auch noch eine zweite Produktion heraus. Wenn eine Jazzgruppe aber in ein und derselben Besetzung vier ganze vier Platten an den Start bringt, dann ist das schon eine echte Sensation, umso mehr, wenn das auch noch in dem großen Durchlauferhitzer Berlin passiert. Das Quartett Yakou Tribe hatte jedoch noch nie ein Problem, mit den Gepflogenheiten des Jazz zu brechen. „100% Results“ ist tatsächlich die bislang vierte Platte der Berliner Band, und sie feiert sich einmal mehr das bunte, pralle Leben.

Seit „Rituals“, der letzten Produktion der vier Berliner, sind nicht weniger als sechs Jahre ins Land gegangen. Im Pop würde man angesichts einer so langen Auszeit von einer Reunion sprechen, doch im Jazz ticken die Uhren eben anders. Gitarrist Kai Brückner, Saxofonist Jan von Klewitz, Bassist Johannes Gunkel und Drummer Rainer Winch haben einander keineswegs aus den Augen verloren oder den viel zitierten Abstand zueinander gebraucht. Dazu verstehen sie sich einfach zu gut – was man auf der neuen Platte genauso hört wie auf allen bisherigen. Nein, sie haben die ganze Zeit gemeinsam musiziert, sind allerdings live etwas weniger in Erscheinung getreten. Eine Phase der Besinnung, wie Kai Brückner erklärt. „So hatten wir einfach mehr Zeit, uns auf bestimmte Aspekte unserer Musik zu konzentrieren. Die Arbeit an der Platte selbst hat gar nicht länger gedauert als bei unseren früheren CDs, aber es hat sich definitiv ausgezahlt, dass wir das Material schon länger und öfter gespielt hatten, bevor wir ins Studio gingen.“

Richtig, die Songs auf „100% Results“ gehen auf Anhieb ins Ohr, es geht nicht um Solo-Scharmützel, sondern um ein gemeinsames Singen auf den Instrumenten. Nicht, dass der Yakou Stamm auf früheren Einspielungen fahrig oder unkonzentriert gewirkt hätte. Im Gegenteil, die Band war mit ihrer lebensnahen Kreuzung von virulentem Jazzrock und sinnlicher Klangmalerei schon immer sehr pointiert und straight, um im Jazz-Jargon zu bleiben. Aber nie zuvor klangen die vier Musiker derart symbiotisch, dicht und in ihren individuellen Intentionen kollektiv verwoben wie auf „100% Results“. Vom ersten bis zum letzten Ton breitet sich eine positive Grundstimmung aus, die auch nicht abebben will, wenn die Musik längst verklungen ist. Schwang auf den ersten Alben von Yakou Tribe noch stets eine urbane Sehnsucht nach pastoraler Ferne mit, so manifestiert sich auf der neuen das unverstellte Lebensglück in der Großstadt.

Sicher haben sich in den zurückliegenden sechs Jahren bei allen vier Mitgliedern mannigfaltige persönliche Entwicklungen vollzogen und Veränderungen eingestellt, die sich selbstredend auf den Bandsound auswirken. Aber, so Brückner, es gab nur eine einzige wesentliche Entscheidung hinsichtlich der gemeinsamen Musik. „Wir haben den songhaften, eher produzierten Charakter unserer Aufnahmen mehr in Richtung eines direkten, live eingespielten Jazzfeelings verschoben. Es gibt nur bei einem Song Overdubs, alles andere ist wie bei einem Konzert live eingespielt worden. Wir kommen diesmal ohne jede Bastelei aus.“

Der Yakou Tribe wirkt frisch und neu, und dennoch steht die Band noch hundertprozentig zu der Musik, die für sie seit jeher charakteristisch ist. Brückner, von Klewitz und Co. zeichnen sich dadurch aus, dass sie für jeden Track eine neue Verabredung zwischen Kontinuität und Veränderung finden. Sie bedürfen längst nicht mehr der internationalen Vergleiche, sondern definieren ihren eigenen Markenkern: kurze, zugängliche Jazz-Songs zwischen dezenter Melancholie und unaufdringlicher Heiterkeit, die ihre eigenen Bilder entfalten. Vier Musiker, die nicht miteinander spielen, weil sie einander auf Gedeih und Verderb ausgeliefert wären, sondern weil sie gar nichts anderes wollen. Diese Kraft, diese Leidenschaft und dieser Spaß überträgt sich unweigerlich auf den Hörer. Yakou Tribe ist ein Bündnis fabulierfreudiger Singer/Songwriter, die ihre Texte durch individuelle Klangfarben ersetzen. Vor allem können sie loslassen. Wenn eine Band, die seit mehr als zehn Jahren zusammen ist, ihr viertes Album mit derselben Leidenschaft und Entschlossenheit einspielt, als wäre es die erste Platte, dann hat sie alles, aber auch wirklich alles richtig gemacht.

Bios

Kai Brückner – Gitarren, Dobro
geb. 1969, 1990-94 Studium an der Hochschule der Künste. 1994 – 1995 Aufenthalt in New York; Unterricht u.a. bei John Abercrombie, Mike Stern und Wayne Krantz. 1999 ermöglichte ihm ein Stipendium des Berliner Senats den Besuch des International Jazzworkshop in Banff, Kanada (Lehrer: Kenny Werner, Dave Holland, Dave Douglas u.a.). Bandprojekte u.a. das Kai Brückner Trio mit Aaron Alexander und J. Anthony Granelli, Jerry Granelli’s UFB, Jacobien Vlasman Quartett, Thärichens Tentett, Lone World Trio, Pepe Berns Network, Zoriya, Tilman Dehnhard Quintett, Tanmoy Bose’s „TaalTantra“. Kompositionen für Filmmusik. Touren in den USA und Kanada mit Jerry Granelli, in Deutschland und Europa mit diversen Bands und in Indien mit dem Tabla Spieler Tanmoy Bose.
Diskographie: u.a. Human Factor CD Kalamanya (Biber/In-akustik), Jerry Granelli’s UFB CDs Broken Circle und News From The Street (Intuition/Schott), Rinde Eckert CD Story In, Story Out (Intuition/Schott), Willekes Wille „Wilde Schöne Welt“ (Klangräume), Lone World Trio CD Brückner-Beat (Hazelwood), Thärichens Tentett (CD Lady Moon (Minor Music) Jacobien Vlasman Quartett CD Infant Eyes (Timescraper), Thärichens Tentett „The Thin Edge“ (Minor Music), Brückner „Bukowski“ (Deutsche Grammophon), Andreas Schnermann „Welcome To My Backyard“ (Edition Collage), Tilmann Dehnhard Quintett „Koala Louge“ (Traumton) Tanmoy Bose „Taaltantra“ (Times Music,India).

Jan v. Klewitz – Saxophon, Percussion
geb. 1964, Mitglied des Jugendjazzorchesters Rheinland-Pfalz, Studium an der Hochschule für Musik in Köln und am Banff Center of the Arts in Kanada. Während der Studienzeit Arbeit mit u.a. Gene „Mighty Flea“ Connors, Ulla Osters „Beyond Janis“, HEINZ, Georg Ruby, mehrere Plattenproduktionen für Jazzhaus Musik Köln.
1991 Umzug nach Berlin; Zusammenarbeit live und im Studio u.a. mit Wolfgang Köhler, Bill Elgart, Albert Mangelsdorff, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker, Aki Takase, Ernst – Ludwig Petrowski, dem Doppelquartett „Double Dose“ mit Conny und Matthias Bauer, Gossip, Wolfgang Dauner, Markus Burger, Martin Gjakonovski, Uwe Ecker, Stefan Lottermann, Iven Hausmann, Pepe Berns, John Schröder, Heinz Sauer, Bob Degen, Michel Godard, Steve Arguelles, Norbert Scholly Quartett.
Mehrfacher Preisträger des Studiowettbewerbs des Berliner Senats. Zahlreiche Auftritte bei Festivals im In- und Ausland u.a. in Bukarest, Malta, Freiburg, Stuttgart, Köln, Karlsruhe, München, Würzburg, Berlin, Vilshofen, Leipzig, Cottbus, Frankfurt, Poznan …
Diskographie: u.v.a CD Bonehenge Suite mit Stefan Lottermann, Iven Hausmann, Pepe Berns, John Schröder (Jazzhaus Musik), Spiritual Standards“ 1 und 2 im Duo mit Markus Burger (Alex Merck Musik), Nils Wülker Group (Sony Music), Thärichens Tentett CD Lady Moon (Minor Music), Lone World Trio CD Brückner-Beat (Hazelwood) und Takabanda (Jazz ForEver), Brückner „Bukowski“(Deutsche Grammophon), Thärichens Tentett „The Thin Edge“ (Minor Music), Nils Wülker „Space Night“ (Sony Music).

Johannes Gunkel – Kontrabaß
geb. 1966, klassischer Unterricht (Violine, Klavier) von 1974-84, danach Wechsel zm Kontrabaß. 1994-1998 Studium an der HdK Berlin, Workshops bei Dave Liebman, John Taylor, Matthias Rüegg, Jim Knapp, Anthony Cox. Festes Mitglied bei Thärichens Tentett, Jacobien Vlasman Quartett, Zabriskie
Point, Christian Brückners CBeat“, Marianne Rosenbergs „La Vie en Rose“. Rundfunkproduktionen für WDR, SWF und DeutschlandRadio. 2001 und 2002 Musiker an der Schaubühne Berlin. 1. Jurypreis des „Jazz & Blues Award Berlin 2001“ mit Jacobien Vlasman. Konzerte mit John Ruocco, Michel Herr, Jim Black, Sheila Cooper, ÷zay Fecht, RIAS-Bigband, Peter Weniger, Jochen Rückert, Gitte Haenning.
Diskographie: Franz Bauer CD Plüschtier (JazzHaus Musik), Lone World Trio CD Brückner-Beat (Hazelwood), Jacobien Vlasman Quartett CD Infant Eyes (Timescraper), Brückner „Bukowski“(Deutsche Grammophon), Thärichens Tentett „Lady Moon“ (Minor Music), Thärichens Tentett „The Thin Edge“ (Minor Music), Zabriskie Point „Mantra“ (Zerozero), Michael Hoffmann „Lieder aus Asurien“ (Brother), Frank Paul Schubert „Der Verkauf geht weiter“ (JazzHaus).

Rainer Winch – Schlagzeug
geb. 1968, vor 1991 in Hannover Mitglied diverser Bands (Brilliant Corners, Humming Trash, u.a.); Teilnahme am Jazzworkshop Salzgitter. 1991 Umzug nach Berlin, Studium an der HdK bei Jerry Granelli, Kontaktstudiengang in Hamburg und am Banff Center of the Arts in Kanada; Unterricht bei Keith Copeland.
Zusammenarbeit live und im Studio u.a. mit Siggi Busch, Bernhard Merkner Quartett, Marc Levine, Kirk Nurock Trio und Felix Wahnschaffe Trio, Thärichnes Tentett, Wolfgang Muthspiel, Rebekka Bakken.
Bandprojekte: Jazz Indeed, Dirk Homuth Quartett, Jacobien Vlasman Quartett.
Diskographie: Mitwirkung an der HdK CD Journey Street; Jazz Indeed CDs Under Water und Who the moon is (traumton Records), Dirk Homuth Quartett CD Der Reiz des Unbekannten, Jacobien Vlasman Quartett CD Infant Eyes (Timescraper), Paul Brody’s Tango Toy CD Klezmer Stories (Laika), Julia Hülsmann Trio CD Trio (BIT), Stephan Lang „Echoes“ (Heyer Nagel), Lisa Bassenge Trio „A Sigh A Song“ (Minor Music).
© Traumton Records

Presse „Rituals“

„Beim Berliner Quartett Yakou Tribe umarmen sich Leichtigkeit und Melancholie. Sie lassen sich nicht mehr los, bis die „Rituals“ nach 58 Minuten und 9 Sekunden enden. Es ist verblüffend, wie schnell es das Quartett mit dem Saxofonisten Jan von Klewitz, dem Gitarristen Kai Brückner, dem Bassisten Johannes Gunkel und dem Schlagzeuger Rainer Winch (als Gast: Raogo, Percussionist)schafft, in den 13 kompakten Songs des neuen Albums Stimmungsbilder zu inszenieren. Die entführen die Hörerschaft mal in abgelegene Gegenden, in denen der Wüstenwind durchs Gestrüpp streicht, mal in den Großstadtdschungel, mal auf eine ausgelassene Tanzveranstaltung, in der der Latin die Hüfte kitzelt. („Miller light“). Manche Themen der Gruppe, die sich gelegentlich gerne am Sound diverser Bill-Frisell-Bands zu orientieren scheint, besitzen hymnische Eindringlichkeit, manche Melodie schlägt weit ausholende Bögen („Raogo“). Es gibt immer viel zu verarbeiten. Für die Ohren und für die Fantasie.“ (swp)
Jazzthing, Sept.Okt./07

„Yakou Tribe reisen dagegen zwischen weiten amerikanischen Landschaften und der nächtlichen (Berliner) Großstadt hin und her, bis sich die Eindrücke überlagern. Ihre Melange aus Modern Jazz und Americana haben sie auf ihrer dritten CD Rituals abermals perfektioniert und sich damit endgültig als eigenständige Stimme im grossen Jazz-Urwald verwurzelt. Dreh- und Angelpunkt ist nach wie vor Kai Brückner, der mit seinen Gitarrensounds und vor allem der Dobro das Klanggerüst der Atmosphäre bestimmt. Aus dieser Atmosphäre dringen die Geschichten – aus einer Einsamkeit gespeist, die den beiden so gegensätzlich anmutenden Orten gemein scheint. Ihnen geben Kai Brückner und der Altsaxofonist Jan von Klewitz eine Stimme. Manchmal erzählen sie detailreich ausufernd, manchmal schemenhaft verklärt. Das Fahrgestell bilden Johannes Gunkel am Kontrabass und Rainer Winch am Schlagzeug, dessen offene Rhythmusarbeit selbst bei schnellen, thematisch dichten Stücken den Raum nie eng werden lässt.“
NOTES, September 2007

„Das Berliner Quartett Yakou Tribe hat bereits mit ihren Alben „Road Works“ und „Red & Blue Days“ eigene Maßstäbe gesetzt. Die vier Berliner Musiker „haben nicht nur ideensprühendes thematisches Material, sie besitzen auch eine untrügliche Nase für Arrangements, in denen kleine Nuancen große Wirkung erzielen. Gitarrist Kai Brückner und Saxophonist Jan von Klewitz verästeln ihre Stimmen, ohne sich dabei auf die Füße zu treten. Ihre Unisoni bleiben klangschlank und die Stimmen trennen sich immer genau rechtzeitig wieder um einender zu umtanzen. Bassist Johannes Gunkel und Schlagzeuger Rainer Winch bleiben nicht außen vor. Sie geben der facettenreichen Dramaturgie die Feinabstimmung. Yakou Tribe sind stets eine kompakte Einheit, die mit Stilen und Stilmitteln jonglieren, als sei dies die schönste Nebensache der Welt. Sie werfen einander sie Spielbälle locker zu und nicht einer fällt herunter.“
Jazzpodium

Presse

„Schon das Debüt „Road Works“ lies aufhorchen: Da kamen sirrende und schwirrende Wüstensounds ausgerechnet aus Berlin. Genau an der Stelle machen Yakou Tribe jetzt weiter – mit einem Unterschied: Sie sind noch besser geworden. Während „Road Works“ von Skizzenhaftigkeit geprägt war, was sicher auch seinen Reiz hat, dominieren auf „Red & Blue Days“ die kompakt und schnittig formulierten Songs. Und doch atmet diese Musik eine spektakuläre Weite und Gelassenheit, die ihr unglaublich gut zu Gesicht steht. Kai Brückners Gitarren kratzen und Schaben, Jan von Klewitz ist ein gediegener Erzähler am Saxofon, Johannes Gunkels Bass macht sich auch im Vordergrund gut und der schleppende Stil von Rainer Winch am Schlagzeug bleibt auch in den schnellen Stücken unaufdringlich. Da ist etwas entstanden, was manchmal nach Calexico oder den Country-Exkursionen eines Bill Frisell klingt und was im Jazz doch so selten ist: eine richtige Band nämlich. Halten wir sie in Ehren!“
Rolf Thomas, Jazzthing, Juni 2004

„Die Berliner Band Yakou Tribe überraschte vor drei Jahren mit ihrem CD-Debüt Road Works durch einen sehr homogenen, sofort identifizierbaren Band-Sound. Auf dem Nachfolgealbum Red and Blue Days gehen die vier Musiker (und Komponisten) noch konsequenter mit ihren künstlerischen (Gestaltungs-)Mitteln um. Der Hörer wird auf eine imaginäre Reise durch verschiedene Stimmungen zwischen Melancholie und „Ausbruch“ mitgenommen. Man kann sich im Dschungel der Großstadt (Berlin) wähnen oder auf einem verlassenen Highway in Texas.“
Ulf Drechsel, rbb Kulturradio

„Die roten und blauen Tage des Lebens werden von Yakou Tribe bestens eingefangen, mit modernem Jazz, der durch schwungvolle Kompositionen, ausgereiftem Zusammenspiel und rhythmischer Vielfalt dem Leben sehr nahe kommt.“
Christian Bakonyi, Jazz Zeit, 6/2004 Bewertung: sehr gut

„Road Works enthält einen kräftigen Wüsten-Sound, wie er außerhalb der USA bislang noch kaum entstanden ist…Ausgefüllt wird er dann mit folkloristischen Kürzeln oder einem schweren Blues, manchmal auch nur mit einem Knarzen oder einem leichten rhythmischen Schlurfen, aber immer mit ganz viel Glut und Atmosphäre.“
Rolf Thomas, Jazzthing, September 2001

„Wenn Berliner Musik machen, als wären sie lebenslang durchs amerikanische Heartland gekurvt, kann das bös krampfig enden. Nicht so bei den vier Herren vom Stamme Yakou. „Hörenswert“ meint Lee Townsend, der als Produzent von Bill Frisell, John Scofield & Co. die Credibility jazzverwandter Americana bestens beurteilen kann…. In den meisten Songs erzählen die Berliner die ewige Story vom Unterwegssein in endloser Weite. Was ist dagegen zu sagen, wenn sie dabei dem Bluesfeeling überraschend intime Seiten abgewinnen?“
Klaus von Seckendorff, ROLLING STONE, September 2001

„Die Entdeckung der Gelassenheit trägt immer mehr Früchte. Die vier jungen Musiker von Yakou Tribe legen mit ihrer zweiten CD eine Sammlung von entspannten und dabei stets spannenden Stücken vor. Mit Lounge-Jazz oder ähnlichen Flachsinn hat das nichts zu tun. Yakou Tribe haben nicht nur ideensprühendes thematisches Material, sie besitzen auch eine untrügliche Nase für Arrangements, in denen kleine Nuancen große Wirkung erzielen. Gitarrist Kai Brückner und Saxophonist Jan von Klewitz verästeln ihre Stimmen, ohne sich dabei auf die Füße zu treten. Ihre Unisoni bleiben klangschlank und die Stimmen trennen sich immer genau rechtzeitig wieder um einender zu umtanzen. Bassist Johannes Gunkel und Schlagzeuger Rainer Winch bleiben nicht außen vor. Sie geben der facettenreichen Dramaturgie die Feinabstimmung. Yakou Tribe sind stets eine kompakte Einheit, die mit Stilen und Stilmitteln jonglieren, als sei dies die schönste Nebensache der Welt. Sie werfen einander sie Spielbälle locker zu und nicht einer fällt herunter. Die CD hat kein schwaches Stück. Es finden sich lockere Losgehnummern („Ocean“), erstklassige Balladen (Randy Newmans „Texas girl at the funeral of her father“) und noch vieles andere mehr. Man kann den 14 Stücken im Sessel sitzend zuhören, danach tanzen oder sich einfach treiben lassen. Aber hören sollte man „Red & Blue Days“ in jedem Fall.“
Jazzpodium, Thorsten Meyer, Oktober 2004

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Veröffentlichungen Yakou Tribe

Road Works Traumton CD 4453
Red and Blue Days Traumton CD 4474
Rituals Traumton CD 4498