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Johanna Borchert

Johanna Borchert_vocals, piano, synths

NEW CD: AMNIOTIC (yellowbird/enja)_Release 03/2022

feat.: Peter Bruun_drums; Simon Toldam_synths; Mika Forsling_electronics

www.johannaborchert.de

Seit ihrem erstem Song-Album FM Biography zeigen sich nicht nur Jazz- und Pop-Magazine tief beeindruckt von Johanna Borchert. Der BR5 erklärte die Platte seinerzeit zum „Meisterwerk der leisen Töne“ und die Süddeutsche Zeitung hörte „einen neuen Klangkosmos voller harmonisch ausgependelter Gegensätze.“ Viele Journalist*innen zogen Vergleiche zu Laurie Anderson und Joni Mitchell, Tori Amos und Björk sowie zum Spätwerk von Kate Bush.

Nun meldet sich die mehrfach preisgekrönte Songpoetin, Sängerin und Pianistin eindrucksvoll zurück. Borcherts kraftvolles neues Album Amniotic positioniert sich mit detailscharfem Gestaltungswillen zwischen den Genres und manifestiert Borcherts Profil als selbstbewusste Künstlerpersönlichkeit. Im Zentrum der Songs und Improvisationen stehen ihr raffiniertes, in Jazz und Klassik wurzelndes Spiel auf dem Flügel sowie ihre variable, charismatische Stimme. Deren Spektrum reicht von rhythmischem Flüstersprechtext (Amniotic Nectar) über verheißungsvoll dunkle Passagen bis in strahlende Register.

Amniotic präsentiert intensive Songs und atmosphärische Improvisationen, die klangvoll um die Entwicklung des Lebens vor, während und unmittelbar nach der Geburt kreisen. Trotz sehr unterschiedlicher Länge faszinieren alle Stücke mit enormer Tiefe. Kontemplative bis schnelle Tempi sowie sparsam-feine oder großformatige Arrangements vermitteln überwiegend nachdenkliche Stimmungen. In epischeren Songs, etwa The Mirror und Faster Than Light, kreiert Borchert souverän weite dramaturgische Bögen. Manchen Melodien, beispielsweise bei Environed In Oblivion, wohnt eine subtile Zuversicht inne. Abstrakte Klänge des präparierten Flügels, rhythmische Phrasierungen und vielschichtige Elektro-Sounds verdichten die Intensität.

In den vergangenen Jahren wurden Borcherts dynamische Konzerte auf internationalen Bühnen weithin gefeiert. Nach einem Solo-Auftritt lobte die FAZ ihren „eindringlichen Gesang und unkonventionelle Flügeleskapaden“, ebenso die „konzeptionelle Entschlossenheit“ und Borcherts Ideenreichtum beim Präparieren des Flügels. Auch ihre neuen Stücke wird sie, je nach Gelegenheit, alleine oder mit hochkarätigen Begleitern live performen. Besonders für ihre Solo-Auftritte, aber nicht nur dort, verspricht Johanna Borchert ein hohes Maß an Intimität und facettenreichen Improvisationen. Die freie Gestaltung von Kompositionen und ad hoc-Umsetzung von Emotionen gehören zu den Fixpunkten in Borcherts musikalischem Kosmos. Oder wie sie es formuliert: „Improvisation ist schon immer meine große Leidenschaft.“

Amniotic spielte Borchert in Kopenhagen mit ihren dortigen Lieblingsmusikern ein: Schlagzeuger Peter Bruun (bekannt als Drummer des Django Bates Trios, außerdem ECM-Produktion mit Samuel Blaser, Kooperationen mit Marc Ducret u.a.), Keyboarder und Elektroniker Simon Toldam (Han Bennink, Marilyn Mazur, Chris Speed, Nils Petter Molvaer, Efterklang u.v.m.) und Mika Forsling, studierter Jazz-Gitarrist und Soundtüftler. Auftritte mit der Band oder einzelnen ihrer Begleiter würden „sehr viel bunter, heftiger und elektronischer“, prophezeit Johanna Borchert.

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