Konzerte ganzjährig auf Anfrage
Arne Jansen: guitar Oliver Potratz: bass Eric Schaefer: drums
Homepage: www.arnejansen.com MySpace: myspace.com/arnejansen Aktuelle CD: Younger Than That Now Traumton Records 4486 Veröffentlichung 10.10.2008
Arne Jansen Trio - Live at A-Trane - Jazzfest Berlin 2008
Brauchen starke Musiker einen Nachwuchs-Bonus? Der Berliner Jazzgitarrist Arne Jansen beweist: Nein! Jeder deutsche Jazzmusiker unter 45 wird heute als Nachwuchs gepriesen, als sei das eine Entschuldigung für mangelnde Eigenständigkeit. Arne Jansen hat derartige Rechtfertigungsversuche nicht nötig. Im Rock oder Pop würde er mit über 30 sowieso schon zum alten Eisen gehören. Warum nicht im Jazz dieselben Maßstäbe anlegen? Arne Jansen ist ein Gitarrist, der nicht nur ganz genau weiß, was er sagen will, sondern auch präzise die Mittel kennt, mit denen er dies umsetzt. Ein abenteuerlustiger Jazzprofi, der die Routine nicht über die Neugier siegen lässt, aber dem Experiment keinen Vorrang gegenüber der Geradlinigkeit einräumt.Im Arne Jansen Trio treffen sich alte Bekannte. Schon bevor Bassistin Eva Kruse und Schlagzeuger Eric Schaefer sich mit Michael Wollny zu der Band [em] zusammenfanden, die zu Recht als Vorzeige-Trio des deutschen Jazz gilt, spielten sie mit Jansen. Musikalisch betritt das Arne Jansen Trio trotz der Zwei-Drittel-Übereinstimmung mit [em] jedoch eine völlig andere Welt, die man flüchtig mit Harmonie statt Reibung beschreiben könnte. „Bei dem Trio stehen stets meine Stücke im Vordergrund, die wir zusammen bearbeiten. Ich schreibe zwar die Stücke, lasse den beiden anderen Musikern jedoch genug Raum, sich einzubringen. Mir ist es extrem wichtig, dass jeder für sich einen Part findet, der ihm das Gefühl gibt, jetzt trifft er irgendwas. Ich will aus Eva und Eric das Eigene rauskitzeln, das nur sie einbringen können. Schon beim Schreiben eines Stückes versuche ich etwas zu finden, das den beiden gerecht wird. Im Studio setzen wir diesen Prozess fort. Dabei passiert es schon manchmal, dass meine Vorstellungen im Proberaum komplett umgeschmissen werden.“Das im Jazz verbreitete Höher, Schneller, Weiter ist nicht Arne Jansens Ding. Erst am Ende der Arbeit an „Younger Than That Now“ merkte er,
dass kein Stück dabei war, bei dem er für sein Gitarrespiel bewundert werden würde. Wenn das Trio überhaupt einen Superlativ bedient, dann den des exzessiven Understatements. Doch die Musik ist authentisch und ebenso alltagskompatibel wie feierlich. Der eine oder andere Jazz-Purist mag das Album mangels Frickelei trivial finden, doch damit können Jansen, Schaefer und Kruse gut leben. Das Trio wendet sich an den Jazzhörer mit offenem Geist, für den Musik mehr ist als die Bestätigung zementierter Erwartungshaltungen.
Jansens große Stärke ist sein Mut zur einfachen Melodie. Unüberhörbar ist eine starke Affinität zum Rock. Viele Stücke ähneln eher instrumentalen Rocknummern als Jazzstücken. Auch Kruse und Schaefer gehen ungleich straighter zur Sache, als man es von anderen Formationen kennt. So mag es auch nicht weiter verwundern, wenn man im Jazz vergeblich nach Vergleichen sucht, mit denen man die Musik des Jansen Trios vergleichen könnte. Historische Gleichgesinnte finden sie bestenfalls in dem Trio Gateway mit John Abercrombie, Dave Holland und Jack DeJohnette. Ohne ihren Jazz-Background zu verleugnen, erfanden Gateway eine stilistisch neutrale Instrumentalmusik, die unter Einbeziehung von Jazz-Versatzstücken ihre Spannung allein aus sich selbst bezog. Dasselbe trifft auf das Arne Jansen Trio zu.
Bei aller stilistischen Offenheit hat Arne Jansen die Jazzgitarre absolut verinnerlicht. Pat Metheny gehörte zu seinen Mentoren, John Scofield hat er nach eigenem Bekunden fanatisch verehrt, und aus seinem Respekt für Bill Frisell macht er keinen Hehl. Doch diese Vorbilder haben auf „Younger Than Now“ nicht mehr viel Raum. Viel wichtiger sind dem Gitarristen Bands und Musiker wie Radiohead, Joni Mitchell oder Bob Dylan, dem er mit seinem Stück „Rain On My Carpet“ seinen Tribut erweist. Auch der Albumtitel „Younger Than That Now“ geht auf den Dylan-Song „My Back Pages“ zurück, in dem es heißt „Oh, I was so much older then, I’m younger than that now“. Mit diesem Ausspruch und Dylans ganzer Haltung verbindet sich für Jansen die Maxime, komplexe Dinge sehr einfach klingen zu lassen. „Früher habe ich sehr komplizierte Musik geschrieben, die dann auch keiner hören wollte. Die Stücke des neuen Albums klingen teilweise sehr einfach, aber ich habe lange daran gearbeitet und versucht, sie auf ihren Kern zu reduzieren. Von Bob Dylan habe ich gelernt, dass die einfachsten Dinge oft die größte Tiefe haben. Aber diese Einfachheit muss man sich erst einmal erarbeiten.“
Ein weiterer Bezugspunkt ist für Arne Jansen der japanische Schriftsteller Haruki Murakami, der in Deutschland bestens durch Bücher wie „Hard Boiled Wonderland“, „Kafka am Strand“ oder „Mister Aufziehvogel“ bekannt ist. Ihm ist nicht nur ein Track gewidmet („The End Of The World“), sondern die Titel vieler Stücke beziehen sich auf Murakami-Zitate- oder Gedanken. Der Gitarrist schätzt an dem Japaner die Arbeitsweise, von einer winzigen Idee auszugehen, die nur eine Stimmung wiedergibt, und daraus im Rückgriff auf das Unterbewusstsein ein ganzes Geflecht von Beziehungen zu generieren. Jansen selbst arbeitet ganz ähnlich. Sowohl im Rahmen des Albums wie auch im Kleinen in jedem einzelnen Stück beginnt er mit einer musikalischen Atmosphäre, die wie eine Knospe aufgeht und sich dann in einer vollen Blüte entfaltet. Ein ebenso poetisches wie logisches Werden und Vergehen, das man als Hörer mit unterschiedlichsten Präferenzen leicht seinem eigenen Rhythmus anpassen kann.
Presse
“10 Jahre Enjoy Jazz … Eine Meisterleistung des spektakulär Unspektakulären war das Konzert des Arne Jansen Trio aus Berlin mit der fulminant guten [em]-Rhythmusgruppe Eva Kruse und Eric Schaefer. Diese Musik ruht in Schönheit in sich, verweigert sich dem verstiegen Experimentellen genauso konsequent wie dem vordergründig Sportlichen. Von diesem Gitarristen werde Töne nicht gefressen wie anabole Steroide, sondern flächig ausgebreitet, durch die Rockwalze gedreht, und mit dem Instrumentarium des Jazz filigran gedrechselt, bis daraus eine atmosphärische Stimmung erwachsen ist, die dann als eine Art Grundton erhalten bleibt. Bei Jansen atmet jeder Ton Authentizität aus. …” Jazzpodium, Volker Doberstein, 12/2008
Arne Jansen Trio: “Younger than That Now” (Traumton) “Gitarrist Jansen hat mit Eva Kruse (Bass) und Eric Schaefer (Schlagzeug) zwei Drittel von Michael Wollnys Erfolgstrio e.m. in seiner Band. Der Berliner komponiert einfache, wohlklingende Melodien. Er lernte unter anderem bei Pat Metheny und John Abercrombie und war Mitglied des Bundesjugend-Jazzorchesters. Jansen und Kruse spielen auch im Quartett Firomanum, das beim diesjährigen Jazzfest Berlin begeisterte.” KulturSPIEGEL, 12/2008 Neue CDs Jazz
“DAS SPIELE ICH Freiheit und Euphorie Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt. Diesmal: Arne Jansen, Gitarrist Ich liebe die Freiheit der Improvisation - das Hören auf die Mitmusiker und das gemeinsame „Komponieren im Moment“. Beim Komponieren genau wie beim Improvisieren folge ich einem melodischen Motiv, dass bei mir einen Nerv berührt. Dieses Gefühl versuche ich dann konsequent weiterzuverfolgen, wohin es mich auch führen mag. Es handelt sich weniger um einen bewussten Schaffensprozess als vielmehr um eine unbewusste Entdeckungsreise, bei der ich versuche, dem musikalischen Kerngedanken zu folgen. Ich verehre die Meister dieser Kunst, wie z.B. Miles Davis, Bob Dylan, Mahler oder Radiohead. Das hat natürlich mit meiner musikalischen Herkunft zu tun. Nach meinen Anfängen als Rockgitarrist mit einer Vorliebe für Jimi Hendrix und Mark Knopfler entdeckte ich mit fast blinder Euphorie den Jazz. über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren habe ich mich äußerst intensiv mit dieser musikalischen Ausdrucksform beschäftigt. So ist mir ein Bedürfnis und eine große Freude geworden, zusammen mit meinen Mitmusikern Eva Kruse und Eric Schaefer eine Musik zu spielen, die ihre Inspiration aus all diesen verschiedenen Stilistiken zieht und im Jazz wie auch in der Rock- und Popmusik gleichermaßen verwurzelt ist. JazzFest Berlin ’08: Das Arne Jansen Trio spielt am 5. und 6.11. im A-Trane, 22 Uhr Tagesspiegel, Spielzeit, 30.10.2008
“Ein trickreiches Trio mit einem brillianten Repertoire.” www.sound-and-image.de 26.10.2008
“Der deutsche Gitarrist ARNE JANSEN beweist mit seinem TRIO auf ‘Younger Than That Now’ (indigo/traumton) Kompetenz in Sachen Transparenz. So sparsam und zögernd wie dieser Musiker immer wieder seine herrlich angerauten Töne in diese acht Instrumentals tropfen lässt, das ist einfach einzigartig, originell, eigenwillig und beeindruckend. Gemeinsam mit Eva Kruse (b) und Eric Schaefer (dr) ist dem Berliner eine Album-Produktion gelungen die irgendwo zwischen dem Impressionismus von Mick Goodricks, dem nordischem Blues Terje Rypdals und der ökonomischen Spielkonzeption Jim Halls, abseits von Jazz-Tradition, theoriegeschwängertem Skalendogmatismus und Avantgarde-Zwängen eine ganz eigene intensive und schöne Musik transportiert. Wunderbar unangepasst.” Gitarre & Bass, 11/2008
“Endlich! Den Blick gen Himmel gerichtet, ist man versucht, einen Aufschrei der Erleichterung auszustoßen. Einen Jazzgitarristen vom Format des jungen Berliners Arne Jansen hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Vielleicht noch nie.” Jazzthetik, Oktober 2008, Wolf Kampmann
„Ah, but I was so much older then, I´m younger than that now“, hat Bob Dylan einst in „My Back Pages“ erleichtert festgestellt. Diese Erkenntnis hat Arne Jansen so gut gefallen, dass er sein neues Albun „Younger than that now“ (Traumton/Indigo) gleich nach ihr benannt hat. Es gibt aber auch musikalische Gründe für diese Betitelung, denn der Berliner Gitarrist spielt höchst gekonnt mit dem Reiz des einfachen. Ganz ruhig beginnt der Opener „On the Shore“, bevor sich mit der meisterlichen Beherrschung von Flageolett und Feedback allmählich rockigere Töne einschleichen. Begleitet wird Jansen nach wie vor von den zwei Dritteln [em], die nicht Michael Wollny heißen. Eva Kruse am Bass und vor allem Schlagzeuger Eric Schaefer zeigen auf dieser Produktion aber eine ganz andere Seite von sich – sie können nämlich auch rocken. „Eric kommt ja auch ursprünglich von Hau-Drauf-Musik“, grinst Arne Jansen. „er hat genau wie ich in einer Rockband begonnen. Als mir mit 16 eine Gitarre kaufte, habe ich Jimi Hendrix gehört.“ Danach begann für Jansen eine Entwicklung zum hochkomplexen Jazzgitarristen, die er aber im Moment als abgeschlossen betrachtet. „früher habe ich sehr abgefahrene Sachen geschrieben“, gibt er zu, „mein Interesse daran ist im Moment verschwunden.“ Radiohead, Bob Dylan, aber auch „Good Dog, Happy Man“, die Bill-Frisell-Platte, eine der besten Hommagen des amerikanischen Ausnahmegitarristen an die Songform, haben Jansen in den letzten Jahren begleitet. Das hat sich auf der letzten Platte „My Tree“, auf der er Pearl Jam gecovert hat, schon angedeutet. Das neue Album suhlt sich geradezu in den erzählerischen Momenten, bei denen es heftig zur Sache gehen kann. In den langen, epischen Songs wie „Out of my Tree“ oder „The End of the World“ erinnert Arne Jansen gar an die ausufernden Gitarrenschlachten von Neil Young & Crazy Horse. „Einfache Melodien zu schreiben, die Tiefe haben“, hat Jansen festgestellt, „ist gar nicht so einfach.“” Jazzthing #76, Rolf Thomas, November 08-Januar 09
“Ende 2005 waren wir begeistert von “My Tree” (Traumton 4486); und was wir über Arne Jansens neues Album sagen wollen, könnte aus fast dem gleichen Vokabular bestehen: Preisklasse Rosenwinkel/Muthspiel; exzeptionell geschmackvoller Spieler und Tonsetzer; feiner Strich statt grell bemalter Axt im Walde; unerschöpfliches Singlenote-Spiel; jenseits aller postmodernen Klischees, spannend, frappierend, erstaunlich. Der Berliner Gitarrist spielt wieder in dem Trio von “My Tree” , also mit Eva Kruse, b, und Eric Schaefer, dr. Dass er bei Goodrick, Metheny, Abercrombie, Catherine und, ja, ja, Rosenwinkel studiert hat, sei nebenbei vermerkt; er ist vor allem er selbst, ein hochmusikalischer Ökonom der Schönheit, der Verhaltenheit, des Spacing. Er ist ein Künstler der Reduktion, wie in einem betörend schönen, fast minimalistischen und programmatischen Starttitel “On The Shore”, der sogar noch, wie in “Setting Forth” offene Saiten unter dramatisch wechselnden Akkorden mit Bedacht wählt. “Tiger’s Den” ist ein elektrischer Song, eher rockig als jazzig, aber dennoch nie over the hill, ein dramatisch klug gesetzter “Ausrutscher”. Arnes wirklich große Welt bleibt eine reduktionistische: Ausgerechnet ein über neun Minuten langes Opus wie “The end of the world” machen die drei zum Paradebeispiel für das Wenige, das weit mehr als das Viele sagt. Gewidmet hat AJ das Stück Haruki Murakami, dem japanischen Autor und poeta doctus mit unzähligen literarischen Bezügen zu Pop. und Rockmusik und Jazz. Hier gibt es kein Crescendi-Tamtam. Hier herrscht der sacht verhauchenden Augenblick, der stille, aber bedeutungsstarke Moment, wie wir ihn aus Haiku und Tanka kennen. Und dann noch “Rai On My Carpet” (Bob Dylan zugedacht) und, Bezug zum Vor-Album, “Out Of My Tree”, zwei ganz ähmlich sparsamen, gleichsam “unterspielten” Trio-Stücken. Arne Jansen und sein Trio bieten wunderbare Musik, Musik, in der viel mehr steckt als das vordergründig Hörbare: eine erstaunliche Portion fernöstlicher Weisheit.” Jazzpodium, Alexander Schmitz, Oktober 2008
Der Dylan-Faktor Gitarrist Arne Jansen setzt im Berliner Jazz neue Maßstäbe In Berlin herrscht Jazzflaute. Trotz Legionen motivierter Jazzmusiker sind Innovation, Individualität oder gar internationaler Standard seit Jahren rar gesät. Arne Jansen macht diesem Stillstand jetzt ein Ende. Einen Jazzgitarristen vom Format des jungen Berliners hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Vielleicht noch nie. Jansen ist ein sanfter Extremist. Die Stücke seines neuen Albums “Younger Than That Now” wirken ganz neu und unverbraucht, und doch scheint man sie auf der Schnittstelle kollektiver musikalischer Erinnerung zwischen Jazz, Rock und Folk längst zu kennen. Schon früh begriff Jansen, dass er die Soli von John Coltrane niemals auf die Gitarre würde übertragen können. Wozu auch? Stattdessen suchte er Inspiration bei Jimi Hendrix, Joni Mitchell, Radiohead oder Bob Dylan, von dem er sich auch den Titel für sein Album auslieh. Sein Respekt vor den Altvorderen versackt jedoch niemals in lähmender Ehrfurcht. “Bei anderen bewundert man stets, was man selbst nicht kann. Ich beschäftige mich zwar mit meinen Defiziten, doch beim Schreiben konzentriere ich mich auf meine Stärken. Mich berührt das Einfache in der Musik, und sei es Akustik-Pop, der nur aus drei Akkorden besteht.” Jansen will Vorbilder wie John Scofield, Pat Metheny oder Bill Frisell nicht verleugnen, aber seine Version von Jazz klingt eher nach instrumentalem Rock. Er spielt ohne jeden Druck, kann zulassen, wo andere verhindern. “Ich will keine abgehobene Musik. Kunst für sich, die das Leben aus dem Fernglas einfängt, bedeutet mir nichts. Manchmal kaufe ich Platten, deren künstlerischer Anspruch mich beim ersten Hören begeistert, doch dann ertappe ich mich dabei, dass ich sie nie wieder höre.” So kann man Jansens Songs ohne Brüche zwischen White Stripes und Neil Young hören. Jazz oder nicht, Jansen übersetzt seine Einflüsse in einen Berliner Jargon, der Hundehaufen, Baustellendreck und Kinderlärm ebenso hörbar macht, wie das Exil im Biergarten und den Duft der Dönerbude. TIP Berlin, 2.10.2008
“Zwei Drittel des Arne Jansen Trios kennt man schon. Als Mitglieder des Dreiergespanns “[em]” konnten die Bassistin Eva Kruse und der Schlagwerker Eric Schaefer 2005 gemeinsam mit dem Pianisten Michael Wollny für Aufhorchen in der deutschen Jazzszene sorgen. Beeindruckendes leistet das Rhythmusduo nun auch im Zusammenspiel mit dem Gitarristen Arne Jansen. In der Ruhe liegt hier die Kraft. Jansens Kompositionen sind seelenvolle Landschaftsgemälde mit viel Sinn für Weite und Raum. Wie wohl annährend jeder Jazzgitarrist der Gegenwart zeigt sich der in Flensburg geborene Saitenlyriker von der Trias John Scofield, Bill Frisell und Pat Metheny beeinflusst; auch die alten Recken Jim Hall oder Wes Montgomery schimmern in seinem Spiel durch. Hinzu kommt eine gewisse Rockmelancholie. Nicht umsonst ist der Albumtitel eine Verbeugung vor dem Pearl-Jam-Stück “In My Tree”, nicht von ungefähr endet die CD des Arne Jansen Trios mit der Interpretation eines alten Songs der Grunge-Miterfinder. “Release” heißt die Nummer, und sie ist in der Tat eine Befreiung. Ganz sanft, mit Jansens Flageoletts auf der Gitarre, Kruses zärtlich-mächtigen Basslinien und Schaefers Glöckchenklingeln, beginnt das alles, wie ein unorthodoxer Jazzwalzer. Dann folgt die hymnische Entladung. Es ist ein Erdbeben. Und der tolle Abschluss einer angenehm entspannten Trioplatte.” Rondo, Josef Engels, 25.3.2006
„Er kann wunderbar lyrische Geflechte zaubern, vertrackte Themen aufflackern lassen und auch mal rockige Explosivität zelebrieren: Das Trio des Gitarristen Arne Jansen ist ein sinnlich-intellektuelles Vergnügen.“ Jazzzeitung 2006/02, Critics Choice, Roland Spiegel, BR Download Info & Pressefotos
Download Interview mit Arne Jansen:
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