[TUOMI]
Konzerte ganzjährig auf Anfrage
Kristiina Tuomi: voice, Carsten Daerr: piano, Carlos Bica: doublebass
Homepage: www.kristiinatuomi.com
MySpace: myspace.com/kristiinatuomi

Aktuelle CD: The expense of spirit
Traumton 4502-2
Veröffentlichung März 2007
“Tuomi gelingt spielerisch der Balance-Akt zwischen zeitgenössischem Songwriting, Kunstlied und Jazz. Aus dieser Synthese entsteht eine bittersüße Klangwelt, die auf höchstem Niveau geradezu unanständig melancholisch und melodieverliebt jedem Lied sein eigenes atmosphärisches Gesicht verleiht …”
TUOMI The Expense Of Spirit
Mit dem zweiten Album The Expense Of Spirit bestätigt das Trio Tuomi seinen Ausnahmecharakter in der internationalen Musiklandschaft. In der Besetzung Altstimme, Klavier und Kontrabass erweisen sich Kristiina Tuomi, Carsten Daerr und Carlos Bica in ihrer kongenialen Umsetzung klassischer Lyrik und eigener Songtexte erneut als Meister im noch zu bestimmenden Genre. Sind doch ihre Kompositionen mehr denn je im romantischen Kunstlied, in der keltischen Mörderballade oder im skandinavischen Folksong anzusiedeln - und begeistern trotzdem auch Popfans. Der derzeit gängige Soft-Soul-Jazz hat eine Alternative bekommen!
Damit setzt Tuomi den erfolgreichen Weg ihres Debüts Tightrope Walker fort, das vor zwei Jahren im Feuilleton und der Fachpresse auf einhellige Begeisterung stieß. So empfand der Jazzthing-Rezensent die Musik des Trios „elegisch, verwunschen und (…) mit ihren klaren, lyrischen Melodien (…) liebreizend artifiziell.“ Die FAZ erkannte, wie die deutsch-finnische Sängerin Kristiina Tuomi „ihre Songs fast ganz in den Bereich des Kunstlieds“ transportiere,
doch „eine so pathos- und posenfreie (…) Stimme gibt es dort ebenso wenig wie die improvisatorischen Freiheiten, die dem höchst sensiblen Pianisten Carsten Daerr eingeräumt sind“. Und schließlich beschrieb die Jazzthetik Tightrope Walker als „eine dunkel klingende Platte, die in ihrer intimen, kammermusikalischen Besetzung (…) Geschichten über romantische, aber auch verletzte Liebe erzählt“ und jubelte: „Kristiina Tuomi singt das alles mit einer entwaffnenden Klarheit und Schlichtheit – fernab von Jazzparametern.“
Auch auf The Expense Of Spirit erweist sich das Trio beim Trapezakt zwischen kongenialer Lyrik-Vertonung, jazz-affinem Pop (aus eigener Feder) und dem, was die Portugiesen und Brasilianer „Saudade“ nennen, als völlig schwindelfrei: souverän tritt die natürliche Altstimme von Kristiina Tuomi mit Carsten Daerrs luzidem Klavierspiel und Carlos Bicas singendem Kontrabass in Dialog und lässt Lieder voller Transparenz und lyrischer Feinheiten entstehen , die den Zuhörer fordern, verführen und faszinieren.
Schon bevor sich das Nord-Süd-Trio formierte, machten Kristiina Tuomi und Carsten Daerr gemeinsam Musik. Während ihres Jazz-Studiums an der Berliner Universität der Künste, wo sie u.a. von Maria Schneider und David Friedman in die Finessen der Komposition und des Timings eingeführt wurden, entwickelten die beiden die Vorliebe, Shakespeare-Sonette zu vertonen. „Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, wie meine musikalischen Skizzen in der Zusammenarbeit mit Kristiina ein Eigenleben bekommen und sich ganz natürlich heraus kristallisiert, welches Gedicht zu welcher Komposition passt“, beschreibt Carsten Daerr ihre Verfahrensweise. Neue Impulse bekam das Team, als Kristiina Tuomi nicht nur die Poesie eines Edgar Allen Poe (wieder-)entdeckte, sondern auch eigene Songtexte verfasste, deren Pop-Appeal das kunstliedartige Erscheinungsbild erfrischend konterkarierte. Kurzzeitig schloss sich den beiden auch ein Cellist an. Als dieser aber in eine andere Stadt zog, hielten sie nach einem anderen Mitmusiker Ausschau, da sie fortan auf das Wechselspiel von drei charakteristischen Klangfarben nicht mehr verzichten wollten.
„Kurz nachdem Carsten und ich ungewollt wieder zum Duo geschrumpft waren, besuchten
wir gemeinsam einen Jazzclub, in dem der Kontrabassist Carlos Bica mit seiner Berliner Band Azul eine hinreißendes Konzert gab.“, erinnert sich Kristiina Tuomi. „Carsten und ich schauten uns gegenseitig an und wussten, dass dies der richtige Mann für unsere Musik ist.“ Den Tag darauf schickte die Sängerin dem portugiesischen Wahlberliner, der u.a. schon Ana Brandão und Maria João begleitete, ein Demo zu und Bica reagierte blitzschnell: „Zwei Tage später rief er an und fragte, wann die erste Probe stattfindet.“ Wie künstlerisch befruchtend diese Begegnung sein sollte, wurde anschließend nicht nur auf zahlreichen Bühnen demonstriert,
sondern konnte im Frühjahr 2005 auch auf dem gefeierten Tonträger Tightrope Walker nachvollzogen werden, dessen Nachfolger The Expense Of Spirit nun alle hochgesteckten Erwartungen mit Leichtigkeit einlöst:
Da wäre als erstes „Th’expense of spirit“, das titelgebende Shakespeare-Sonett über die Zweischneidigkeit aller Sinnenfreuden: Daerr und Bica spielen sich einige transparente Akkorde zu, dann setzt Kristiina Tuomi mit einem sanftem Erzählton ein, der sich bald dramatisch zuspitzt, um dann besonnen in der Bilanz zu münden: „All this the world well knows; yet none knows well..“
„Staring Red Carpet“ gibt den Auftakt für die selbstverfassten Texte des Albums. Auf das Schubert-artige Klavier-Intro antwortet der Bass mit hohen Tönen und nimmt im Verlauf des Stücks die Gesangslinie auf, bis mit „ You say that I’m out of my mind/I say that you are colour blind“ eine raffinierte Replik auf leichtfertige Hysterie-Unterstellungen erfolgt.
Metaphernreich geht es auch in der Eigenkomposition „On A Cloud“ zu, wo in der sehnsüchtigen Frage “Would you catch me and cover me/With the misty veil of your dress“ ein schöner Perspektivenwechsel vollzogen wird. Hier tritt auch Kristiinas Vorliebe für die balladeske Seite von Radiohead deutlich zutage.
Bei So.Weiss (dem Trio der Saxophonistin Susanne Folk; das Debüt Hunter/Dancer erschien 2006 ebenfalls bei Traumton) bewies Kristiina bereits, dass sich ihre ungekünstelte Interpretierweise nicht auf englische Songtexte beschränkt. Nun zeigt auch das neue Tuomi-Album, mit welch schlafwandlerischer Sicherheit sich Kristiina und Carsten ebenso in deutschsprachiger Lyrik als Schatzsucher erweisen. Ihre Bearbeitung von Rainer Maria Rilkes „Liebes Lied“ braucht sich vor den bekannten Heine- und Goethe-Adaptionen der romantischer Meister jedenfalls nicht zu verstecken.
„ Hide And Seek“; das in seiner mitreißenden Dynamik wohl poppigste
Stück des Albums schlägt inhaltlich den (sprichwörtlichen) Bogen zum vorangegangenen Rilke-Gedicht, indem hier die Instrumentenmetapher wieder aufgenommen wird ( „You turned into a violin…”) und wartet mit einem C-Teil auf, der es in sich hat! Wer bis dato vergeblich nach einer nordischen Antwort auf Laura Nyro und Regina Spektor Ausschau hielt, wird nun mit Tuomi fürstlich entlohnt!
Nach so viel Temperament sorgt Stings Abgesang ans Gottvertrauen („When The Angels Fall“) hier mittels perlender Klaviertupfer, gestrichenem Kontrabass und ungewohnten brüchigem (und darin Kate Bush und Tori Amos ähnelndem) Gesang für einen sechsminütigen Ruhepol.
Kristiinas Sinn für Humor kommt dafür in „My Mistress’ Eyes“ voll zur Geltung: Shakespeares Hymne an eine eher non-konforme Schönheit (korallenrote Lippen, schmutzig-beige Brüste…) von einer Geschlechtsgenossin dargeboten – ein Kuriosum, das auch gut ins Repertoire von Holly Cole passen würde. Genial, wie hier die instrumentale Begleitung in stockenden Schritten folgt – als ob sie sich vergewissern möchte, ob die Interpretin das Gesungene wirklich ernst meint! Und während sich Carlos Bica und Carsten Daerr ein paar dissonante Späße erlauben, liefert Kristiina noch eine schöne Pfeiffeinlage.
Bei Edgar Allen Poes “Bridal Ballad” weiß der Hörer dagegen sehr bald, wie er die in Molltönen gehaltene Glücksbekundung „And I’m happy now“ zu deuten hat. Ein Lied, das bereits auf Tightrope Walker zu den Höhepunkten zählte und nun mit Carsten Daerrs einnehmendem Streicherarrangement viel mit den Murder Ballads der britischen Folk-Ikone June Tabor gemein hat.
Wer die vielfältigen Aktivitäten Carlos Bicas verfolgt, dem dürfte auch das Instrumentalstück „Believer“ bekannt vorkommen. In der Duobesetzung feiert es hier aber seine Premiere und ist live auch als Zäsur gedacht, „wenn der Fokus mal von der blonden Sängerin auf die beiden Instrumentalisten übergehen soll“ (O-Ton Kristiina).
„ Mourning Eyes“, die dritte Shakespeare-Adaption auf The Expense Of Spirit dient als weiteres Beispiel der Arrangierkunst von Carsten Daerr (der hier ganz
aufs Klavierspiel verzichtet): wie sich aus Kristiinas a capella-Intro das Streichertrio
herausschält gehört mit zu den ergreifendsten Momenten des neuen Albums.
Aus der dunklen Gasse führt die „Tamerlane“ mit ihren Debussy-artigen Trillern, komplementären Bass-Akzenten und Kristiinas besänftigendem Gesang, der besonders im Strophenanfang an die “mittlere“ Joni Mitchell denken lässt. Ein weiterer Beispiel dafür, wie sehr Poes Poesie Tuomi zu beflügeln vermag!
Bei „White Wall“ handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit von Carlos und Kristiina. In einem kargen Arrangement, das mit seinen unisono gespielten Streichern an Arvo Pärts „Tabula Rasa“ denken lässt, wird die geschilderte Spurensuche zum Selbst dramatisch illustriert. Die leidenschaftliche Klimax im zweiten Chorus erfährt im Appell „Turn around“ eine brüske Unterbrechung und der nachdenkliche Tonfall des Liedes wird wieder aufgenommen.
„An Isle In The Water“, W. B. Yeats’ Liebeserklärung an die Anmut einer Bediensteten bei ihren täglichen Verrichtungen (die in der Gewissheit münden: „With her I would go“) gibt The Expense Of Spirit schließlich den versöhnlichen Ausklang.
Wäre da nicht noch der „Mourning Eyes-Stefan Goldmann Remix“, welcher mit Industrial-artigem Intro, verfremdeten Vocals (à la Kate Bushs The Dreaming) und bedrohlicher Glocken-Percussion auch die „Gothic“-Seite von Tuomi offen legt.
Tuomi wollen weder die Bedürfnisse des gerade so populären Schonkost-Jazz bedienen, noch auf die Rolle der begabten Kunstliedinnovatoren festgelegt werden: „Auf die Schönheiten Shakespearescher Sonette aufmerksam zu machen - oder anderer Gedichte, die uns ans Herz gewachsen sind- ist sicher ein Ziel. Doch vor allem geht es uns darum, die Leute wieder dafür zu gewinnen, richtig zuzuhören, betont Kristiina Tuomi, „denn was wir machen, ist definitiv kein Easy Listening!“.
Presscuts
“Eine Winterreise der anderen Art
Tuomi gastierte mit neuem Programm
Im folkloristisch weißen Kleid singt sie dunkel gefärbte Songs, umwoben von sensiblen Bassfiguren und behutsamen Tastenspielen. Tuomi zelebriert in der Moritzbastei eine neue Lust an der Innerlichkeit. Keine Romantik, die sich dem Schönklang hingibt, sondern schutzlos offen gelegte Seelenwanderungen, Selbstbefragungen, Nachdenklichkeiten. Eine Winterreise der anderen Art. Während es sich manche in den Nischen zwischen Pop und Jazz gemütlich machen, ringt die deutsch-finnische Sängerin um Genauigkeit in der Melancholie, gelingt ihr das Abschütteln des Beliebigen. Auf dem Weg von „Tightrope Walker“ zu ihrem neuen Album „The Expense Of Spirit“ nimmt sie das Publikum staunend gefangen mit eigenen Songs und der Schönheit Shakespearscher Sonette. Carsten Daerr am Piano, einer der Hoffnungsträger des neuen deutschen Jazz, hat die meisten dieser Verse vertont, mit Sinn für die Klarheit der Sprache, für melodische Prägnanz und harmonische Vielschichtigkeit. Gemeinsam mit dem aus Portugal stammenden Kontrabassisten Carlos Bica, der seit langem mit seiner Band „Azul“ für Furore sorgt, schafft er Klangräume für Kristiina Tuomis Stimme, die wohl im Mittelpunkt steht, zugleich aber ständig im Spannungsfeld dieser sparsamen Instrumentierung/Inszenierung. Dabei überschreiten Daerr und Bica immer wieder die Grenzlinien zwischen Begleitfunktion und Solospiel, mischt sich Improvisatorisches in die Arrangements, präsentiert sich das Gesamtkunstwerk „Toumi“ nicht als Liederabend mit Begleitung, sondern als Trio. Solche Art jazzmusikalischen Umgangs mit Singer-Songwriting unterscheidet sich von den vergleichsweise gefällig daherkommenden neuen skandinavischen Stimmen und ist eher in einer verborgenen Traditionslinie etwa der Zusammenarbeit von Karin Krog mit John Surman zu sehen. Und Tuomi wiederum erweist sich so weit entfernt nicht von der Sängerin Bobo, die sich, von der Popmusik unserer Tage ausgehend, in die Tiefen des deutschen Volkslieds zurückversetzt und nicht zufällig beim gleichen Plattenlabel, bei „Traumton“, eine musikalische Heimat gefunden hat. „King Of Pain“ von Sting steht bei Tuomi neben „Rid My Pain“ von Shakespeare. Dabei entsteht kein Bruch, weil alles in eine eigene musikalische Sprache übersetzt und das Zerbrechliche zum Thema gemacht wird. Mit „Bridal Ballad“, der Vertonung eines Gedichtes von Edgar Allan Poe, begibt sich die hellblonde Finnin in die Bereiche des düster Makabren. Ein Schuss unkonventionellen Humors bewahrt sie vor dem Absinken in die Gefilde einer modischen Dark Wave. Gänzlich ohne Ironie und eben deshalb berührend gelingt die Neuausleuchtung eines Liebesliedes von Rilke: „Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich.“ Die Spaßgesellschaft ist anderswo.”
Leipziger Volkszeitung, Bert Noglik, 1.12.2007
“Kunstvoll
Zur Kammermusik tendiert das Trio Tuomi auf seiner zweiten CD “The Expense of Spirit” (Traumton/Indigo), teils mit Lyrik-Vertonungen nach Shakespeare oder Rilke. Der warme Alt der Finnin Kristiina Tuomi wird virtuos umspielt von Carsten DaerrsPiano und Carlos Bicas elastischem Kontrabass. Präsenter, räumlicher Klang.”
M: **** K: ****
Audio, Mai 2007
“Ob Kristiina Tuomi jeden Morgen erstmal ein paar Zeilen Blake oder Yeats oder Poe zum grünen Tee liest? Gut möglich – schließlich durchdringt der dunkel-romantische, gelegentlich auch exaltierte Geist dieser Dichter auch ihr zweites Album. Zur Seite stehen ihr abermals Pianist Carsten Daerr und Bassist Carlos Bica, die ebenso zurückhaltend wie treu sich aufs Instrumentieren konzentrieren und die Ausgestaltung der vierzehn Songs ihr überlassen. Eine echte Perle dabei Tuomis wegweisende Interpretation des Rilke-Liedes »Liebes Lied«.
Für ihre Verhältnisse geradezu poplastig kommt dagegen »Hide and Seek« daher, das – Achtung: Titel! – zuvor gehörte Tonfolgen spielerisch aufnimmt und verarbeitet. Womit sich zeigt, dass sie nicht wie viele andere Sängerinnen einfach ein paar Songs aneinander reiht, sondern diese CD eines der heute so selten gewordenen Konzeptalben ist.” (frk)
www.nordische-musik.de, Juni 2007
„Wie sagt Kristiina Tuomi so treffend: ‚Was wir machen ist definitiv kein Easy Listening!’ Sondern eher ein Glücksfall in Sachen gleichberechtigten Spiels eines Trios! Die 13 Songs erinnern an eine Zeit, als es unter Songwritern wie Laura Nydo, Judee Sill oder Joni Mitchell noch als ausgemacht galt, dass ein Text seine individuelle musikalische Umsetzung verdient habe und nicht zur Preisgabe musikalischer Kabinettstückchen verjazzt werden dürfe. So interpretieren Tuomi konzentriert und facettenreich Lyrik von Shakespeare, Poe, W.B. Yeats und Rainer Maria Rilke, Sting und ein paar eigene Texte. Ein ambitioniertes Programm, gewiss, das jedoch noch überzeugender wird, wenn man beim wiederholten Hören auf die subtilen Bezüge zwischen den Stimmungen, einzelnen Tönen oder Wörtern stößt.“ (ukr)
Stuttgarter Zeitung, 03.04.2007
„ Souverän tritt der natürliche Sopran von Kristiina Tuomi mit Carsten Daerrs leuchtendem Klavierspiel und Carlos Bicas singendem Kontrabass in Dialog und lässt Lieder voller Transparenz und lyrischer Feinheiten entstehen, die den Zuhörer fordern, verführen und faszinieren.“
edelhagen.de, 02/2007
„ Vokaler Hochgenuß.“
Die Märkische, 17.02.2007
„ Das Trio bestätigt mit dem neuen Album seinen Ausnahmecharakter in der internationalen Musikbranche. Die Musik ist eine Mischung aus romantischem Kunstlied, keltischen Mörderballaden und skandinavischem Folksong, die durchaus auch Popfans begeistern kann. Dazu trägt auch die natürliche Altstimme von Sängerin Kristiina Tuomi bei. Eine echte Alternative zum derzeit gängigen Soft-Soul-Jazz.“ (rico)
Flesch Magazin, 03/2007
„ …eine Kombination aus lyrischem Zartgefühl und klanggefärbten Feinheiten, die die Zuhörerin – im positiven Sinne – herausfordern.“
Aviva Berlin/Silvy Pommerenke, 26.03.2007
„ Man schaut in trauernde Augen, starrt auf einen roten Teppich, findet sich bei Stings gefallenen Engeln wieder. Es ist in bester Form poetisch, was Tuomi da macht, wie sie die Schönheit der Shakespeare-Sonette freilegt und selbst die Rilke-Romantik in „Liebes Lied“ bändigt. Feine Gespinste mit Querstreben. Jedes Hinhören wert.“(daer)
Abendzeitung Nürnberg, 16.03.2007
„ …perfektes Team im Land zwischen Jazz, Kunstlied und Avantgarde-Pop.“
JazzZeitung, April/Mai 2007
„ Die wenigen Töne spielen sie elegant und bedeutungsvoll, melancholisch und dramatisch, es entstehen Momente sagenhafter Schönheit.“
KulturNews!, April 2007
„ Tuomi verzaubert die Zuhörer, zumindest lässt das Trio etwas mit seinen Zuhörern geschehen, was schwer zu beschreiben ist. Die Songs verströmen Ruhe und Entspanntheit einerseits, andererseits erzeugen sie ein Gefühl von Bedrücktheit, eine Art hoffnungsvolle Endzeitstimmung. (…) Im Zentrum steht immer der Song, seine emotionale Wirkung, nie die Selbstdarstellung der beteiligten Musiker.“
(Bewertung: Großartig)
Kulturradio am Mittag/Ulf Drechsel, 21.03.2007
“Verführerisch
Kunstlied!? Da denkt der kulturbeflissene Zeitgenosse an Schubert und Schumann, kaum an Jazz-affine Musik aus unseren Tagen. Und doch: Was das TrioTuomi auf seiner zweiten CD „The Expense Of Spirit“ (Traumton/Indigo) bietet, lässt sich am ehesten mit jener musikalischen Gattung vergleichen, die in der Romantik ihren Höhepunkt fand. Carsten Daerr (Piano), Carlos Bica (Kontrabass) und die Sängerin Kristiina Tuomi vertonen Sonette von Shakespeare und düstere Balladen von Poe, bearbeiten Rilkes „Liebes Lied“ und Yeats „An Isle In The Water“ und schreiben eigene Songs von sanfter Melancholie. Voller Licht, faszinierend, verführerisch.” (tb)
Augsburger Allgemeine, Wochenendjournal, 21.04.2007
„Eine weitere Stimme ist im Begriff, sich auf der schon gut besetzten Bühne der Pop-Jazz-Sängerinnen zu etablieren. Kristiina Tuomi tritt an gegen Frauen wie Rebekka Bakken, Beady Belle, Silje Nergaard, Torun Eriksen oder Viktoria Tolstoi. Und sie macht eine ziemlich gute Figur. Ihr zweites Album hält, was das erste versprochen hatte: Kluge Musik, stilvoll arrangiert und versiert ausgeführt. Vertonungen von Dichtern wie Edgar Allen Poe, Shakespeare, Rilke oder Yeats, neben einigen Eigenkompositionen. Die Stimme variationsreich, weiblich, gefühlvoll, kräftig. Ihre Begleiter: Carsten Daerr, Piano, Carlos Bica, Kontrabass. Beides beschlagene Könner ihrer Instrumente; Musiker, die mit traumwandlerischer Sicherheit den Jazz beherrschen, aber auch keine Abneigungen gegen Ausflüge in musikalische Nachbarregionen verspüren. Kristiina Tuomi ist die Verführung in Person. Nicht nur optisch. Konzerte hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Ein Song wie „Hide and Seek“ ergibt mit seinen dynamischen Verbindungen zum Pop-Lager eine aufgekratzte Stimmunglage, „When the Angels Fall” dagegen betört durch seine romantisch-melancholische Art, die durch das behutsam getupfte Klavier und den zart gestrichenen Bass noch verstärkt wird. Und überlässt Kristiina Tuomi beispielsweise auf „Believer” das Rampenlicht gänzlich ihren beiden Partnern, dann taucht man tief ein in die Geheimnisse des modernen Jazz mit all seinen lieblichen Facetten und scharfen Kanten. Als Zugabe dann noch ein Remix, geheimnisvoll verfremdet. Eine CD, die man nicht verpassen sollte.“
Sound&Image, April 2007
“Tuomi ist ein Trio. Darauf legt die gleichnamige Kristiina allergrößten Wert. Eines, das in keine Schublade will. Einen festen Platz hat es dagegen längst. Dank der hinreißenden Altstimme seiner deutsch-finnischen Frontfrau, der erfrischend pathosfreien Lyrik des Pianisten Carsten Daerr und des Bassfarbenkastens des unvergleichlichen Carlos Bica. Die Herkulesaufgabe, für den vielgelobten Vorgänger “Tightrope Walker” einen Nachfolger zu basteln, schultern die drei mir bravouröser Eleganz. “The Expense of Spirit” atmet diese spezielle Unverwechselbarkeit, den Reiz des Neuen, die Faszination offen daliegender Gefühle. Shakespeare, spielt eine tragende Rolle neben Edgar Allan Poe, Rainer Maria Rilke oder Sting. Es regnet metaphernreiche Eigenkompositionen, Lyrik, Melancholie, Saudade, Mörderballaden, Kunstlied und Improvisationen. Fans von Kate Bush, Regina Spektor, Tori Amos, Holly Cole, June Tabor oder Joni Mitchel werden Kristiina Tuomi mögen, das Jazz,- das Poplager und sogar die Rezensenten liegen ihr sowieso schon längst zu Füßen. Weil da endlich eine den stimmlosen Stimmchen, den ätzenden Marketingcoups, der Soft-Soul-Welle etwas Machtvolles entgegensetzt. Zeit wurde es!” (rk)
Jazzthing, April 2007
“Rilke, Shakespeare & Co. liefern die Texte für “The Expense of Spirit” der Finnin Tuomi, die mit Carsten Daerr und Carlos Bica 14 traumschöne Pasticcios zeichnet. Fein!”
Stereoplay, April 2007
“TUOMI verzaubert die Zuhörer, zumindest lässt das Trio (Kristiina Tuomi, Gesang; Carsten Daerr, Piano; Carlos Bica, Bass) etwas mit seinen Zuhörern geschehen, was schwer zu beschreiben ist. Die Songs verströmen Ruhe und Entspanntheit einerseits, andererseits erzeugen sie ein Gefühl von Bedrücktheit, eine Art hoffnungsvolle Endzeitstimmung.
Die Kompositionen scheinen ganz gezielt als Vertonung der Textvorlagen (Shakespeare; Rilke; Yeats; Poe, Tuomi) entstanden zu sein. Nach Auskunft der Musiker werden aber Gedichte ausgewählt, die zu welcher musikalischen Skizze passt. Dass Wort und Musik so perfekt harmonieren, beruht auf der sehr poetischen Kompositionsweise von Daerr und Bica, deren Songs (fast) immer eine erzählerische Dimension mit lyrischem (beinahe etwas Welt-entrücktem) Charakter haben.
Die Sängerin Kristiina Tuomi bringt skandinavische Wurzeln in die Musik ein, Carlos Bica mediterrane und Carsten Daer u.a. die Tradition des romantischen Kunstliedes. Der Schnittpunkt heißt Jazz, offener Umgang mit den unterschiedlichen Stilmitteln.
Durch die Einbeziehung von zwei Streichinstrumenten (Margherita Biederbick, Violine; Hannah Klein, Viola) bekommen die auch klanglich sehr klaren Kompositionen einen kammermusikalischen Touch und somit einen zusätzlichen Reiz. Im Zentrum steht immer der Song, seine emotionale Wirkung, nie die Selbstdarstellung der beteiligten Musiker. Die Remix-Version eines Stückes am Ende dieses zweiten Albums offenbart eine weitere, experimentierfreudige Seite von TUOMI, was durchaus ein Hinweis auf die kreative Weiterentwicklung des sehr originellen Bandkonzeptes sein könnte.”
RBB, Kulturradio am Mittag, 21.3.2007, Ulf Drechsel
Bewertung: *****
“Jazz ist ein weites Land, in dem sich die Finnin Kristiina Tuomi ganz bestimmt nicht verlaufen hat. Mit Präzision und Fingerspitzengefühl erreicht sie ein Niveau, von dem so manche skandinavische Jazz-Sängerin noch weit entfernt ist … mehr
Tonspion (sp), 16.03.2007
“Wenige Veröffentlichungen stießen au solche Begeisterung wie Tuomis Debüt. Auch beim Nachfolger „The Expense Of Spirit“, VÖ 3/2007, erweist sich das Trio bei seiner Verquickung von jazz-affinem Pop, Shakespeare-inspiriertem Kunstlied und südländischer Harmonik als stilsicher. Souverän tritt der Sopran von Kristiina Tuomi mit Carsten Daerrs Klavierspiel und Carlos Bicas Kontrabass in Dialog. Es entstanden 14 Lieder voller Transparenz und lyrischer Feinheiten, die faszinieren können.
intern, 01/2007
“Seit Jahren mischen Skandinavier den europäischen Jazz auf. Nur die Finnen hielten sich bislang vornehm zurück. Nun schicken sie Kristiina Tuomi vor - und sie nimmt uns sofort ein, liebend gerne nehmen wir sie auf, sie lässt uns nicht los. Ihre moosgrünen Augen beinhalten ein Versprechen, bergen weite Natur, ihr Debüt birgt Diamanten, Klarheit und Melancholie. Die 27-jährige Sängerin, ebenso vielseitig talentiert wie ihre beiden exzellenten Mitstreiter Carsten Daerr (p) und Carlos Bica (b), verbindet leichtfüßig Jazz, klassische Moderne und sinnlich-intelligentes Songwriting. Die Seele fühlt sich in dieser Unendlichkeit wohl. Zehn Lieder, vielfach Eigenkompositionen, vielfach von Daerr, zwei Poe-Vertonungen, Anleihen bei Bartók und Vega: zum Weinen schön. Willkommen, Seiltänzerin!” (jan)
Kulturnews, März 2005
“Nun gibt es auch die Stimme aus Finnland: Kristiina Tuomi, die als Tuomi zusammen mit dem Berliner Pianisten Carsten Daerr und dem Bassisten Carlos Bica aus Portugal ihr Debüt Tightrope Walker unter eigenem Namen aufgenommen hat. Eine dunkel klingende Platte, die in dieser intimen, kammermusikalischen Besetzung ebenso kleine, musikalisch fein aufbereitete Geschichten über romantische, aber auch verletzte Liebe erzählt, wie sie abstrakt einen Suzanne Vega-Song paraphrasiert oder mit getragenen Klängen einen Shakespeare-Text vertont. Béla Bartók taucht ebenso auf wie zwei Gedichte von Edgar Allen Poe. Und Kristiina Tuomi singt das alles mit einer entwaffnenden Klarheit und Schlichtheit - fernab von Jazzparametern -, die beim Zuhören angenehm fesselt.”
Jazzthetik 3/2005
“Der Jazz ist wieder in und in Europa dominieren vor allem die graziösen Sängerinnen Skandinaviens. Neu dabei und gleich ganz oben ist die Finnin Kristina Tuomi mit ihrem Debütalbum “Tightrope Walker”.
Was Norah Jones oder Katie Delua in den vergangenen Jahren auch in Deutschland populär machten, ist eigentlich nichts anderes als viele skandinavische als auch deutsche Sängerinnen seit vielen Jahrzehnten in Perfektion beherrschen: Den Jazz zelebrieren, zu zarten Melodien und emotionalen Arrangements.
Die in Berlin lebende Finnin Kristina Tuomi bildet da keine Ausnahme und knüpft nahtlos an die Tradition einer Rebekka Bakken, Kari Bremnes oder Silje Neergard an. Dass Tuomi sie sogar toppt, ist wahrscheinlich eine allzu kühne Behauptung, doch kann man sich in die Musik der früheren Paloma-Sängerin schnell verlieben. Ihr zur Seite stehen mit Carlos Bica und Carsten Daerr zwei international renommierte Jazzer.
Besonders der Titelsong von Tuomis Debütalbum hat es in sich … Hier bündeln sich alle Qualitäten des Longplayers, atemberaubender, mitreissender Jazz für die leiseren Stunden des Tages.” (os)
Redaktionswertung: •••••
Hörerwertung: ••••••
tonspion.de 02.03.2005, mp3 des Tages
“Mit ungewohnter Dramatik, grandiosem Gesang und in einer Powertriobesetzung haut einen “Tightrope Walker” durch seine Intensität glatt vom Stuhl. Schwer zu sagen, was stilistisch alles in dieses Album der finnischen Sängerin einfließt – es ist jedenfalls ein absolutes Highlight im derzeiten Jazzvocal-Melting-Pot … Schaurig-schön, melodramatisch-balladesk und mehr …”
Carina Prange
jazzdimensions.de, März 2005
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