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Carsten Daerr & Daniel Erdmann - Berlin Calling

15 Februar 2007

On tour: März - Juni 2007 & ganzjährig auf Anfrage

Daniel Erdmann_sax
Ritsche Koch_tp
Ronny Graupe_git
Carsten Daerr_p
Oliver Potratz_b
Sebastian Merk_dr

Homepage: www.carstendaerr.de
Homepage: www.daniel-erdmann.com
MySpace: myspace.com/berlinjazz

Aktuelle CD: Berlin Calling
(CD - ACT 9656-2)
Veröffentlichung Deutschland: 02.02.2007

Es tut sich was in Berlin. Wie in keiner anderen deutschen Stadt hat sich in Berlin in den letzten Jahren eine junge, innovative Jazz-Szene etabliert, die fern von den ausgetretenen Pfaden des Mainstream nach neuen musikalischen Wegen sucht. Sei es das Trio [em], Michael Schiefel, Erdmann 3000, der Rote Bereich, Hyperactive Kid oder das Carsten Daerr Trio: Der Hauptstadt-Jazz hat viele Gesichter. Auf „Berlin Calling“ versammeln sich nun sechs dieser Gesichter zu einer grandiosen Band und verarbeiten die Vielschichtigkeit dieser Stadt musikalisch: Hektik und Melancholie, Schmutz und Anmut, Größenwahn und Armut, Trash und Avantgarde - wir stehn auf Berlin!

Denn sie wissen, was sie tun …

Berlin ist eine Stadt mit einzigartiger Geschichte. Die dunklen und die schönen Seiten des Lebens sind in keiner anderen europäischen Metropole der Neuzeit derart schicksalhafte Allianzen eingegangen wie in der mehrfachen deutschen Hauptstadt. Die allen Verlautbarungen zum Trotz längst noch nicht überwundene Teilung war nicht nur Ausdruck äußerer Zwänge, sondern auch innerer Schizophrenie. Bis zum heutigen Tag ist die Stadt an der Spree ein lebendiger Widerspruch, der in allen Bereichen des Lebens mehr Fragen aufwirft, als er Antworten gibt.

So auch im Jazz. Alle vier bis fünf Jahre versucht eine neue Generation von Musikern zu definieren, was Berliner Jazz ist. Niemals gelangte einer dieser Versuche an einen Punkt, der auch nur vorübergehend Klarheit geschaffen hätte. Doch vielleicht wäre diese Klarheit auch der Todesstoß für die Berliner Szene gewesen. Berlin ist eben nicht New York, London oder Tokio. Berlin ist ein Organismus, der sich jeden Morgen neu erklärt, sich in neuen Klängen manifestiert.

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So.Weiss

12 Februar 2007

Booking-Kontakt: wegner@shoestring-jazz.de
Weitere Informationen siehe Info und Kontakt

On Tour ganzjährig auf Anfrage


Susanne Folk: saxophone, clarinet - Kristiina Tuomi: vocals - Roland Fidezius: doublebass

Homepage: www.soweiss.de
MySpace: myspace.com/susannefolk

Aktuelle CD: Happiness For A Moment
Traumton Records 4519 / Soundfiles - myspace.com/susannefolk
Veröffentlichung 14.04.2006

SO WEISS    Happiness for a Moment

Glücksmomente sind flüchtig: in jedem verheißungsvollen Beginn lauert oft Desillusionierung oder drohende Gewohnheit. Die Vergänglichkeit schöner Erlebnisse machen diese so kostbar – und deren Abstinenz so schmerzhaft. Das Berliner Jazzpop-Trio So Weiss findet für solche Zustände skeptischer Hoffnung, wehmütiger Erinnerung und hart errungener Selbstvergewisserung musikalische Entsprechungen, die direkt ins Herz zielen.

Die meist nur auf Gesang (Kristiina Tuomi), Klarinette/Saxophon (Susanne Folk) und Kontrabass (Roland Fidezius) reduzierten Stücke von So Weiss haben in ihrer Melodik weit mehr mit keltischen Balladen, französischen Chansons oder romantischen Kunstliedern gemein als mit Broadway-Klassikern. Gleichwohl sieht sich die Komponistin und Arrangeurin Susanne Folk vom American Songwriting beeinflusst. Jedoch nicht die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern vielmehr deren letzte Dekade war für die dreißigjährige Deutsch-Amerikanerin prägend, als mit Tori Amos, Paula Cole und Alanis Morissette gleich mehrere Musikerinnen durch ihre Hits bewiesen, das Emotionalität und Eingängigkeit sehr wohl harmonieren können.

Auch auf Happiness For A Moment, dem zweiten Album von So Weiss (das Debüt Hunter/Dancer erschien 2006 ebenfalls bei Traumton) schließen es geschilderte Sinnkrisen („I’ve Got It All“, „Drifting Off“), Vertrauensbrüche („After All This“) und Kommunikationsstopps („Silent“) nicht aus, rhythmisch leichtfüßig umgesetzt zu werden. Alle genannten Stücke orientieren sich an den Regeln für ausgefeilte Popsongs, die – und das ist hierbei stets der Gradmesser – insbesondere in der Minimalbesetzung funktionieren. Dazu braucht es neben dem Gespür für abwechslungsreiche Arrangements natürlich entsprechend versierte Instrumentalisten. Und im Falle von So Weiss handelt es sich um eine jazzgeschulte Band, deren Mitglieder in zahlreichen anderen international agierenden Formationen (u.a. Kenosha Kid, Odd Shot, Tuomi) mitspielen und im Laufe ihrer noch jungen Karriere von solch Koryphäen wie Maria Schneider, Steve Coleman, Frank Möbus, Greg Osby und Kenny Wheeler wertvolle Lektionen erhielten.

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