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[Yakou Tribe]

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Kai Brückner (git), Jan von Klewitz (sax), Johannes Gunkel (b), Rainer Winch (dr)

Homepage: www.yakoutribe.de
MySpace: myspace.com/yakoutribe

Aktuelle CD Rituals Traumton 4498, VÖ 28.09.2007

Jeder Stamm folgt seinen eigenen Regeln. Der Yakou Tribe gehört zu den tonangebenden Jazzstämmen der deutschen Hauptstadt, doch der Beschleunigung der Metrople entziehen sich Yakou Tribe mit Gelassenheit. Jazz-unüblich nahmen sich Kai Brückner, Jan von Klewitz, Johannes Gunkel und Rainer Winch gut anderthalb Jahre Zeit für die Produktion von „Rituals“, und wieder liegen drei Jahre zwischen der aktuellen und der letzten Veröffentlichung „Red & Blue Days. Drei Jahre sind natürlich in Zeiten musikalischer Schnelllebigkeit eine mittelgroße Ewigkeit. Das gesamte musikalische Umfeld hat sich seit 2004 komplett verändert. Die virtuelle Verfügbarkeit von Musik stellt heute völlig neue Anforderungen an den Musiker, der mit der technischen Entwicklung Schritt halten will. Doch Yakou Tribe folgen einem uralten Ritual. Die vier Musiker blasen, zupfen und schlagen, als hätte sich nichts verändert. Ein Stück Musik, das aus der guten alten Zeit stammen könnte, in der eine Platte einfach nur eine Platte war, die man „auflegte“, um sie sich anzuhören.

Mit ihrem dritten Album setzen Yakou Tribe auf Beständigkeit und Aufbruch. Dieser Stamm steht für ein Phänomen, das es im zeitgenössischen Jazz kaum noch gibt. Eine echte Band. Kein hohles Logo, das je nach Belieben oder Anzeige des Zeitgeistes mit mehr oder weniger disponiblen Klangstatisten ausgefüllt wird, auch nicht das Band-Chamäleon eines Einzelnen, sondern ein beharrlich arbeitendes Kollektiv, das sich ausschließlich über seine starken Individuen definiert. Gitarrist Kai Brückner, der sein Arsenal auf der neuen CD um diverse Saiteninstrumente erweitert hat, Saxofonist Jan von Klewitz, Bassist Johannes Gunkel und Drummer Rainer Winch sind eine verschworene Gemeinschaft,

deren Protagonisten es längst nicht mehr darauf ankommt, sich im Bandkontext spielerische Anteile zu sichern. Die Stücke mögen durchaus die persönliche Befindlichkeit der einzelnen Musiker reflektieren, wie es bei einem guten Jazz-Titel auch stets der Fall sein sollte, aber die Band ist jene Konstante, die den Kompositionen Konsistenz und Beständigkeit verleiht. Vier Musiker, die sich separat künstlerisch weiterentwickeln, im Verband des Stammes jedoch derart präzise aufeinander abgestimmt sind, dass sich die spielerische Grundmasse der kompletten Band wesentlich langsamer verändert, als die ihrer Mitglieder. Und genau diese Dynamik zwischen Individuum und Gruppe macht das Kapital einer guten Band aus.

Die „Rituals“ sind nicht über Nacht entstanden. Angesichts der Geschlossenheit des Albums mag man kaum glauben, dass die ersten Aufnahmen für die CD bereits 2005 erfolgten. Das Material wurde angereichert, live erprobt, durch weitere Stücke ergänzt und schließlich in eine Form gegossen. Ein über Jahre organisch gewachsenes Kunstwerk, dessen Dünger die gemeinsame Erfahrung ist. Man hat mehrere Touren miteinander bewältigt, unter anderem im Auftrag des Goethe Instituts nach Afrika. Da beginnen sich Verhaltensmuster auszuprägen, die in der Tat wie Rituale funktionieren. „Das Bier nach dem Clubauftritt, das Beladen des winzigen Bandbusses am Morgen und das tägliche Ritual, die ganze Anlage auf den limitierten Platz von zwei Quadratmetern unterbringen zu müssen“, beginnt Kai Brückner die Aufzählung all jener Rituale, die über das unmittelbare Spiel hinaus die zwischenmenschliche Authentizität der CD bewirken.

Doch „Rituals“ ist mehr als nur die Übersetzung jener zwischenmenschlichen Rituale. Yakou Tribe betreiben eine Huldigung an den Klang. Auf ihrem dritten Album brauchen sie keine visuellen Angeln oder Verortungen mehr, um sich in der Musik frei bewegen zu können. Die CD klingt jazziger und zugleich ungleich entspannter als ihre beiden Vorgänger. Der äußere urbane Druck ist einer gelassenen inneren Sicherheit gewichen. Der musikalische Fundus ist breiter geworden, ohne dass man die Referenz-Systeme sofort benennen müsste. Der Raum für die Improvisation ist offener, das Spiel verspielter, die Interaktion unprätentiöser. Man muss nicht mehr auf sich aufmerksam machen, sondern steht ganz im Dienst von Melodie, Groove und Sound.

„ Rituals“ bedarf keiner Neudefinition seitens einer Band, die bislang gut ohne jede Programmatik gefahren ist. Die Musik erklärt sich selbst, sowie man sie hört. Wie schon auf den letzten beiden CDs umgeht der Yakou Tribe jede musikalische Festlegung, ohne jedoch auf den verspielten Rückgriff von Klischees und Gemeinplätzen verzichten zu wollen. Brückner, Klewitz, Gunkel und Winch müssen längst keine spielerischen Überzeugungen mehr verteidigen. Die neue CD ist weniger Statement als ein offenes Spiel mit der Vielzahl der Verbindungsmöglichkeiten zwischen vier Punkten. „Nichts ist beabsichtigt, aber es ist auch nichts unbeabsichtigt“, erklärt Brückner die offene Dramaturgie dieses jedem Hörer zugänglichen Rituals.

Für die deutsche Jazz-Szene markiert die dritte CD des Yakou Tribes eine der wenigen zuverlässigen Konstanten. In jenem unruhigen Umfeld, das sich auf der permanenten, beinahe panischen Suche nach ihrem eigenen Mittelpunkt seit Jahren im Kreis dreht, ist es überaus wohltuend, wenn sich eine Band mit der Unerschütterlichkeit eines Indianerstammes an sich selbst orientiert und aus der Mitte heraus trotzdem nicht die Peripherie aus den Augen verliert.

Bios

Kai Brückner - Gitarren, Dobro
geb. 1969, 1990-94 Studium an der Hochschule der Künste. 1994 - 1995 Aufenthalt in New York; Unterricht u.a. bei John Abercrombie, Mike Stern und Wayne Krantz. 1999 ermöglichte ihm ein Stipendium des Berliner Senats den Besuch des International Jazzworkshop in Banff, Kanada (Lehrer: Kenny Werner, Dave Holland, Dave Douglas u.a.). Bandprojekte u.a. das Kai Brückner Trio mit Aaron Alexander und J. Anthony Granelli, Jerry Granelli’s UFB, Jacobien Vlasman Quartett, Thärichens Tentett, Lone World Trio, Pepe Berns Network, Zoriya, Tilman Dehnhard Quintett, Tanmoy Bose’s “TaalTantra”. Kompositionen für Filmmusik. Touren in den USA und Kanada mit Jerry Granelli, in Deutschland und Europa mit diversen Bands und in Indien mit dem Tabla Spieler Tanmoy Bose.
Diskographie: u.a. Human Factor CD Kalamanya (Biber/In-akustik), Jerry Granelli’s UFB CDs Broken Circle und News From The Street (Intuition/Schott), Rinde Eckert CD Story In, Story Out (Intuition/Schott), Willekes Wille “Wilde Schöne Welt” (Klangräume), Lone World Trio CD Brückner-Beat (Hazelwood), Thärichens Tentett (CD Lady Moon (Minor Music) Jacobien Vlasman Quartett CD Infant Eyes (Timescraper), Thärichens Tentett “The Thin Edge” (Minor Music), Brückner “Bukowski” (Deutsche Grammophon), Andreas Schnermann “Welcome To My Backyard” (Edition Collage), Tilmann Dehnhard Quintett “Koala Louge” (Traumton) Tanmoy Bose “Taaltantra” (Times Music,India).

Jan v. Klewitz - Saxophon, Percussion
geb. 1964, Mitglied des Jugendjazzorchesters Rheinland-Pfalz, Studium an der Hochschule für Musik in Köln und am Banff Center of the Arts in Kanada. Während der Studienzeit Arbeit mit u.a. Gene “Mighty Flea” Connors, Ulla Osters “Beyond Janis”, HEINZ, Georg Ruby, mehrere Plattenproduktionen für Jazzhaus Musik Köln.
1991 Umzug nach Berlin; Zusammenarbeit live und im Studio u.a. mit Wolfgang Köhler, Bill Elgart, Albert Mangelsdorff, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker, Aki Takase, Ernst - Ludwig Petrowski, dem Doppelquartett “Double Dose” mit Conny und Matthias Bauer, Gossip, Wolfgang Dauner, Markus Burger, Martin Gjakonovski, Uwe Ecker, Stefan Lottermann, Iven Hausmann, Pepe Berns, John Schröder, Heinz Sauer, Bob Degen, Michel Godard, Steve Arguelles, Norbert Scholly Quartett.
Mehrfacher Preisträger des Studiowettbewerbs des Berliner Senats. Zahlreiche Auftritte bei Festivals im In- und Ausland u.a. in Bukarest, Malta, Freiburg, Stuttgart, Köln, Karlsruhe, München, Würzburg, Berlin, Vilshofen, Leipzig, Cottbus, Frankfurt, Poznan …
Diskographie: u.v.a CD Bonehenge Suite mit Stefan Lottermann, Iven Hausmann, Pepe Berns, John Schröder (Jazzhaus Musik), Spiritual Standards” 1 und 2 im Duo mit Markus Burger (Alex Merck Musik), Nils Wülker Group (Sony Music), Thärichens Tentett CD Lady Moon (Minor Music), Lone World Trio CD Brückner-Beat (Hazelwood) und Takabanda (Jazz ForEver), Brückner “Bukowski”(Deutsche Grammophon), Thärichens Tentett “The Thin Edge” (Minor Music), Nils Wülker “Space Night” (Sony Music).

Johannes Gunkel - Kontraba
geb. 1966, klassischer Unterricht (Violine, Klavier) von 1974-84, danach Wechsel zm Kontrabaß. 1994-1998 Studium an der HdK Berlin, Workshops bei Dave Liebman, John Taylor, Matthias Rüegg, Jim Knapp, Anthony Cox. Festes Mitglied bei Thärichens Tentett, Jacobien Vlasman Quartett, Zabriskie
Point, Christian Brückners CBeat”, Marianne Rosenbergs “La Vie en Rose”. Rundfunkproduktionen für WDR, SWF und DeutschlandRadio. 2001 und 2002 Musiker an der Schaubühne Berlin. 1. Jurypreis des “Jazz & Blues Award Berlin 2001″ mit Jacobien Vlasman. Konzerte mit John Ruocco, Michel Herr, Jim Black, Sheila Cooper, ÷zay Fecht, RIAS-Bigband, Peter Weniger, Jochen Rückert, Gitte Haenning.
Diskographie: Franz Bauer CD Plüschtier (JazzHaus Musik), Lone World Trio CD Brückner-Beat (Hazelwood), Jacobien Vlasman Quartett CD Infant Eyes (Timescraper), Brückner “Bukowski”(Deutsche Grammophon), Thärichens Tentett “Lady Moon” (Minor Music), Thärichens Tentett “The Thin Edge” (Minor Music), Zabriskie Point “Mantra” (Zerozero), Michael Hoffmann “Lieder aus Asurien” (Brother), Frank Paul Schubert “Der Verkauf geht weiter” (JazzHaus).

Rainer Winch - Schlagzeug
geb. 1968, vor 1991 in Hannover Mitglied diverser Bands (Brilliant Corners, Humming Trash, u.a.); Teilnahme am Jazzworkshop Salzgitter. 1991 Umzug nach Berlin, Studium an der HdK bei Jerry Granelli, Kontaktstudiengang in Hamburg und am Banff Center of the Arts in Kanada; Unterricht bei Keith Copeland.
Zusammenarbeit live und im Studio u.a. mit Siggi Busch, Bernhard Merkner Quartett, Marc Levine, Kirk Nurock Trio und Felix Wahnschaffe Trio, Thärichnes Tentett, Wolfgang Muthspiel, Rebekka Bakken.
Bandprojekte: Jazz Indeed, Dirk Homuth Quartett, Jacobien Vlasman Quartett.
Diskographie: Mitwirkung an der HdK CD Journey Street; Jazz Indeed CDs Under Water und Who the moon is (traumton Records), Dirk Homuth Quartett CD Der Reiz des Unbekannten, Jacobien Vlasman Quartett CD Infant Eyes (Timescraper), Paul Brody’s Tango Toy CD Klezmer Stories (Laika), Julia Hülsmann Trio CD Trio (BIT), Stephan Lang “Echoes” (Heyer Nagel), Lisa Bassenge Trio “A Sigh A Song” (Minor Music).
© Traumton Records

Presse “Rituals”
“Beim Berliner Quartett Yakou Tribe umarmen sich Leichtigkeit und Melancholie. Sie lassen sich nicht mehr los, bis die “Rituals” nach 58 Minuten und 9 Sekunden enden. Es ist verblüffend, wie schnell es das Quartett mit dem Saxofonisten Jan von Klewitz, dem Gitarristen Kai Brückner, dem Bassisten Johannes Gunkel und dem Schlagzeuger Rainer Winch (als Gast: Raogo, Percussionist)schafft, in den 13 kompakten Songs des neuen Albums Stimmungsbilder zu inszenieren. Die entführen die Hörerschaft mal in abgelegene Gegenden, in denen der Wüstenwind durchs Gestrüpp streicht, mal in den Großstadtdschungel, mal auf eine ausgelassene Tanzveranstaltung, in der der Latin die Hüfte kitzelt. (”Miller light”). Manche Themen der Gruppe, die sich gelegentlich gerne am Sound diverser Bill-Frisell-Bands zu orientieren scheint, besitzen hymnische Eindringlichkeit, manche Melodie schlägt weit ausholende Bögen (”Raogo”). Es gibt immer viel zu verarbeiten. Für die Ohren und für die Fantasie. (swp)
Jazzthing, Sept.Okt./07

“Yakou Tribe reisen dagegen zwischen weiten amerikanischen Landschaften und der nächtlichen (Berliner) Großstadt hin und her, bis sich die Eindrücke überlagern. Ihre Melange aus Modern Jazz und Americana haben sie auf ihrer dritten CD Rituals abermals perfektioniert und sich damit endgültig als eigenständige Stimme im grossen Jazz-Urwald verwurzelt. Dreh- und Angelpunkt ist nach wie vor Kai Brückner, der mit seinen Gitarrensounds und vor allem der Dobro das Klanggerüst der Atmosphäre bestimmt. Aus dieser Atmosphäre dringen die Geschichten - aus einer Einsamkeit gespeist, die den beiden so gegensätzlich anmutenden Orten gemein scheint. Ihnen geben Kai Brückner und der Altsaxofonist Jan von Klewitz eine Stimme. Manchmal erzählen sie detailreich ausufernd, manchmal schemenhaft verklärt. Das Fahrgestell bilden Johannes Gunkel am Kontrabass und Rainer Winch am Schlagzeug, dessen offene Rhythmusarbeit selbst bei schnellen, thematisch dichten Stücken den Raum nie eng werden lässt.”
NOTES, September 2007

Das Berliner Quartett Yakou Tribe hat bereits mit ihren Alben “Road Works” und “Red & Blue Days” eigene Maßstäbe gesetzt. Die vier Berliner Musiker „haben nicht nur ideensprühendes thematisches Material, sie besitzen auch eine untrügliche Nase für Arrangements, in denen kleine Nuancen große Wirkung erzielen. Gitarrist Kai Brückner und Saxophonist Jan von Klewitz verästeln ihre Stimmen, ohne sich dabei auf die Füße zu treten. Ihre Unisoni bleiben klangschlank und die Stimmen trennen sich immer genau rechtzeitig wieder um einender zu umtanzen. Bassist Johannes Gunkel und Schlagzeuger Rainer Winch bleiben nicht außen vor. Sie geben der facettenreichen Dramaturgie die Feinabstimmung. Yakou Tribe sind stets eine kompakte Einheit, die mit Stilen und Stilmitteln jonglieren, als sei dies die schönste Nebensache der Welt. Sie werfen einander sie Spielbälle locker zu und nicht einer fällt herunter.“
Jazzpodium

Presse
„ Schon das Debüt „Road Works“ lies aufhorchen: Da kamen sirrende und schwirrende Wüstensounds ausgerechnet aus Berlin. Genau an der Stelle machen Yakou Tribe jetzt weiter – mit einem Unterschied: Sie sind noch besser geworden. Während „Road Works“ von Skizzenhaftigkeit geprägt war, was sicher auch seinen Reiz hat, dominieren auf „Red & Blue Days“ die kompakt und schnittig formulierten Songs. Und doch atmet diese Musik eine spektakuläre Weite und Gelassenheit, die ihr unglaublich gut zu Gesicht steht. Kai Brückners Gitarren kratzen und Schaben, Jan von Klewitz ist ein gediegener Erzähler am Saxofon, Johannes Gunkels Bass macht sich auch im Vordergrund gut und der schleppende Stil von Rainer Winch am Schlagzeug bleibt auch in den schnellen Stücken unaufdringlich. Da ist etwas entstanden, was manchmal nach Calexico oder den Country-Exkursionen eines Bill Frisell klingt und was im Jazz doch so selten ist: eine richtige Band nämlich. Halten wir sie in Ehren!“
Rolf Thomas, Jazzthing, Juni 2004

“ Yakou Tribe ist…Berlins derzeit interessanteste Formation im Grenzgebiet zwischen Jazz, Americana und Pop. Auf „Red & Blue Days“ hat man es mit nonverbalen Songs zu tun, die Altsaxofonist Jan von Klewitz mit beißendem Pathos singt. Brückner greift dazu die Cowboy-Dobro. Bassist Johannes Gunnkel und Schlagzeuger Rainer Winch kommentieren das alles mit unrasierter Outlaw-Finesse.“
Josef Engels, Berliner Morgenpost, 16. Juni 2004

„ Die Berliner Band Yakou Tribe überraschte vor drei Jahren mit ihrem CD-Debüt Road Works durch einen sehr homogenen, sofort identifizierbaren Band-Sound. Auf dem Nachfolgealbum Red and Blue Days gehen die vier Musiker (und Komponisten) noch konsequenter mit ihren künstlerischen (Gestaltungs-)Mitteln um. Der Hörer wird auf eine imaginäre Reise durch verschiedene Stimmungen zwischen Melancholie und “Ausbruch” mitgenommen. Man kann sich im Dschungel der Großstadt (Berlin) wähnen oder auf einem verlassenen Highway in Texas.“
Ulf Drechsel, rbb Kulturradio

„ Die roten und blauen Tage des Lebens werden von Yakou Tribe bestens eingefangen, mit modernem Jazz, der durch schwungvolle Kompositionen, ausgereiftem Zusammenspiel und rhythmischer Vielfalt dem Leben sehr nahe kommt.“
Christian Bakonyi, Jazz Zeit, 6/2004 Bewertung: sehr gut

„ Road Works enthält einen kräftigen Wüsten-Sound, wie er außerhalb der USA bislang noch kaum entstanden ist…Ausgefüllt wird er dann mit folkloristischen Kürzeln oder einem schweren Blues, manchmal auch nur mit einem Knarzen oder einem leichten rhythmischen Schlurfen, aber immer mit ganz viel Glut und Atmosphäre.“
Rolf Thomas, Jazzthing, September 2001

„ Wenn Berliner Musik machen, als wären sie lebenslang durchs amerikanische Heartland gekurvt, kann das bös krampfig enden. Nicht so bei den vier Herren vom Stamme Yakou. “Hörenswert” meint Lee Townsend, der als Produzent von Bill Frisell, John Scofield & Co. die Credibility jazzverwandter Americana bestens beurteilen kann…. In den meisten Songs erzählen die Berliner die ewige Story vom Unterwegssein in endloser Weite. Was ist dagegen zu sagen, wenn sie dabei dem Bluesfeeling überraschend intime Seiten abgewinnen?“
Klaus von Seckendorff, ROLLING STONE, September 2001

„ …Yakou Tribe ist einfach anders. Der Enge des Berliner Klingklüngels setzen sie zuerst einmal Weite entgegen, visuell und akustisch. Und Ruhe. Viel Ruhe. Die Musik auf ihrer CD “Road Works”, gerade beim Berliner Traumton-Label erschienen, hat Blues. Viel Blues, Coolness und Ruhe eben….
Soweit erst mal zur Berliner CD des Jahres …“
Christian Broecking, DER TAGESSPIEGEL, August 2001

„Die Entdeckung der Gelassenheit trägt immer mehr Früchte. Die vier jungen Musiker von Yakou Tribe legen mit ihrer zweiten CD eine Sammlung von entspannten und dabei stets spannenden Stücken vor. Mit Lounge-Jazz oder ähnlichen Flachsinn hat das nichts zu tun. Yakou Tribe haben nicht nur ideensprühendes thematisches Material, sie besitzen auch eine untrügliche Nase für Arrangements, in denen kleine Nuancen große Wirkung erzielen. Gitarrist Kai Brückner und Saxophonist Jan von Klewitz verästeln ihre Stimmen, ohne sich dabei auf die Füße zu treten. Ihre Unisoni bleiben klangschlank und die Stimmen trennen sich immer genau rechtzeitig wieder um einender zu umtanzen. Bassist Johannes Gunkel und Schlagzeuger Rainer Winch bleiben nicht außen vor. Sie geben der facettenreichen Dramaturgie die Feinabstimmung. Yakou Tribe sind stets eine kompakte Einheit, die mit Stilen und Stilmitteln jonglieren, als sei dies die schönste Nebensache der Welt. Sie werfen einander sie Spielbälle locker zu und nicht einer fällt herunter. Die CD hat kein schwaches Stück. Es finden sich lockere Losgehnummern („Ocean“), erstklassige Balladen (Randy Newmans „Texas girl at the funeral of her father“) und noch vieles andere mehr. Man kann den 14 Stücken im Sessel sitzend zuhören, danach tanzen oder sich einfach treiben lassen. Aber hören sollte man „Red & Blue Days“ in jedem Fall.“
Jazzpodium, Thorsten Meyer, Oktober 2004

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Veröffentlichungen Yakou Tribe:
Road Works Traumton CD 4453
Red and Blue Days Traumton CD 4474
Rituals Traumton CD 4498

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