Welcome to shoestring_jazz_booking

Django Bates Trio

27 Mai 2010

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Django Bates (p), Petter Eldh (b), Peter Bruun (dr)

Homepage: www.djangobates.co.uk
MySpace: www.myspace.com/djangobates

Aktuelle CD: Belovèd Bird 
lost marble records LM004 2010

“Bates’s ‘Bird’ music is alternately seductive and sardonic, dreamy and dangerous.” www.bbc.co.uk, Kevin Le Gendre

Django Bates über „Belovèd Bird“:
„Im Prinzip habe ich schon seit meiner Kindheit die Musik von Charlie Parker gehört. Ich wusste, dass das gute Musik ist, so wie eben Essen gut ist. Sie war Nahrung für mich, überlebenswichtig. Zu einer Zeit, in der meine Schulfreunde nur für Fußballer interessiert haben, ergriff meine Vater die Chance und lieh mir die Biographie „Bird Lives“. Dieses Buch wirft einen ziemlich romantisierenden Blick  auf das Leben Charlie Parkers. So fand ich meinen Helden.Ich lebte damals in einem langweiligen Vorort von London und war mit meiner speziellen Begeisterung praktisch alleine. In der Hoffnung einen anderen Bird-Maniac zu treffen, fing ich beim Warten auf die Bahn an, Bebop-Stück zu pfeifen. Überraschenderweise hat das tatsächlich geklappt.  Den Saxophonisten Steve Buckley habe ich tatsächlich über ein gepfiffenes Lied kennengelernt (auf eine Art also auf die sich auch unsere gefiederten Freunde treffen), und wir probten ein Jahr lang jeden Sonntag. Wir ruinierten dabei die Charlie Parker-Schellack-Sammlung seines Vaters, weil wir die Platten immer viel langsamer abspielten und die Nadel alle zwei Takte hochnahmen, um die faszinierenden Saxophon-Läufe zu enträtseln.2005 wurde ich dann gefragt, ob ich etwas zu einem Tribute-Konzert für Charlie Parker im Kopenhagener Jazz House beitragen könnte. Ich nutzte die Gelegenheit um Kompositionen zu arrangieren, die ich am meisten mit Parker assoziierte; Stücke also wie „Scrapple from the Apple“, „Hot House“, „Billie’s Bounce“, „Laura“, „My Little Suede Shoes“, „Now’s the Time“…Das Piano Trio ist natürlich eine beliebte Konstellation bei Musikern und Jazzliebhabern auf der ganzen Welt. Das Konzert des Trios von Bill Evans im Ronnie Scott’s Club zwei Wochen vor dessen Tod  sowie ein Auftritt von The Bad Plus in Cambridge waren für mich zwei der unvergesslichsten musikalischen Erfahrungen überhaupt. Daher entschied ich mich für dieses klassische Trio Line-up, um mich in Birds Musik zu vertiefen.Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn eine Platte aufzunehmen, bevor man nicht was Besonderes zu sagen hat. Jetzt ist es an der Zeit etwas Besonderes zu sagen: Bird Lives!“Biographisches:Django Bates wurde 1960 im englischen Beckenham geboren und wuchs in einer Straße „voller Banker“ auf. Seine Eltern hingegen pflanzen Gemüse im Vorgarten an und hatten immerzu irgendwelche skurrilen Freunde und deren Familien zu Besuch. „Wir passten wohl nicht in diese Umgebung,“ stellt Django rückblickend fest. Die Freude an der Musik verdankt er den verschieden musikalischen Einflüssen aus dieser Kindheit. So sammelte sein Vater Schallplatten mit rumänischer Folklore, Afrikanischer Musik und auch Jazz.Nach vielen Unterrichtsstunden am Klavier, der Geige und der Trompete kam Django zum Kompositionsstudium auf das Royal College of Music in London. Dort entdeckte er Verbotsschilder an den Pianos auf denen stand: „Jazz spielen untersagt“ … und nur zwei Wochen später war ihm klar, dass er als Komponist Autodidakt bleiben würde.2004 wurde Django erster künstlerischer Leiter des Fuse Festivals in Leeds, einem alle zwei Jahre stattfindenden Event, das sich der Vielschichtigkeit der aktuellen Musikszene widmet. Zu diesem Anlass beauftragte er Jonny Greenwood von Radiohead mit einer Komposition für Ondes Martenot und die London Sinfonietta. Das ist nur eine seiner vielen seiner genresprengenden Ideen.

Zu Ehren des 60. Geburtstags von Saxophonist Evan Parker bat Django 60 Komponisten, darunter Gavin Bryars, Sir Patrick Moore und John Zorn, jeweils einen Takt zu schreiben, welche er dann zu dem Stück „Premature Celebration“ zusammengefügte. Die Komposition wurde schließlich von der London Sinfonietta zusammen mit Evan Parker und Pail Lytton aufgeführt. Darüber hinaus komponierte Django das Stück „Umpteenth Violin Concerto“ for den Violinsten Ernst Kovacic.

Im Juli 2005 wurde Bates am renommierten Rhythmic Music Conservatory in Kopenhagen zum „Professor of Rhythmic Music“ ernannt.

Presse:

“Django Bates is equally confident as his all-acoustic piano trio stretch and pull at music associated with Charlie Parker - a childhood inspiration. Bates’ dazzling technique and quickfire imagination sometimes lead him to fidget, but this album is joyfully focused on giving well-worn themes a new life. Peter Bruun and Petter Eldh on bass and drums follow the imaginative brilliance telepathicaly, caressing ballads, juxtaposing rythms and creating order out of chaos.”
Financial Times, Mike Hobart

“For his 40th birthday, in 2000, Django Bates made an American songbook album. It was an unusual choice for the pianist and composer, but he didn’t flinch from twisting the familiar patterns and dynamics of those evergreens out of shape. For his 50th, he’s applied the same treatment to the 1940s bebop themes composed by or linked with his childhood hero, Charlie Parker. Dazzling themes such as Hot House, Now’s the Time and Moose the Mooche are reworked in a regular acoustic piano-trio setting, with Danish musicians Petter Eldh on bass and Peter Bruun on drums (the group tour the UK next month). As a balance of creative interpretation and insight into the tumultuous psyche that created this music, it’s an astonishing achievement. A ducking-and-diving, tempo-shuffling Scrapple from the Apple, an updated-Latin My Little Suede Shoes, and an almost-straight Now’s the Time played at breakneck speed are highlights – and for all Bates’s radical makeovers, his enthusiasm for traditional bop piano blazes through. A trickling, impressionistic, rather classical exploration of the normally uptempo Ah-leu-cha conjures a search for privacy and peace on Bird’s part that his background, lifestyle and economic circumstances never allowed him.”
The Guardian, John Fordham

Charlie ‘Bird’ Parker is the great warrior soloist of jazz history, one of the progenitors of bebop, whence came the harmonic trickery and acrobatic improvisations that altered the course of the music in the mid 1940s and still provide essential tools for modernists chipping away at today’s creative coalface.
There is another portrait of Parker that can be drawn, though: the balladeer, the romantic, the purveyor of music for lovers. British pianist Bates has wholeheartedly understood this and his decision to play Parker in a trio setting, backed by skilled double-bassist Petter Eldh and drummer Peter Bruun, enables him to investigate, reinforce and often subvert that emotional core with clarity and power.
His ‘Bird’ music is alternately seductive and sardonic, dreamy and dangerous. Since his emergence with London big band Loose Tubes in the 80s, Bates has been tagged as the quirky, mercurial eccentric, liable to entwine technical brilliance with high jinks, yet he has always had a sensitive side and that serves him well as he teases forth similar traits from the Parker songbook. The highpoint is a reading of Star Eyes which captures the sunny buoyancy of the original but also injects melancholy by way of an arrangement that toys with slow to middling tempos before injecting an unsettling minor key Latin vamp in the coda.
Afro-Cuban or calypso rhythms crop up frequently, perhaps as a passing nod to Parker’s great accomplice Dizzy Gillespie and the fizzing, darting energy of My Little Suede Shoes shows how playful if not joyous bebop can be despite the somewhat forbidding nature of its quicksilver chord changes and overall structural fragmentation. The jerky, off-centre dance loosely recalls the late, great Puerto Rican pianist Hilton Ruiz. Above all, Bates suggests the relevance of Parker to the 1960s avant-garde that largely broke with the orthodoxy that bebop became; or rather the pianist shows just how interesting bebop can be in the hands of an artist who knows the value of both free improvisation and on-the-money composition.”
www.bbc.co.uk, Kevin Le Gendre  

Image Downloads (doubleclick to download)

[Das Kapital spielt Eisler]

11 August 2009

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Edward Perraud (F) – Schlagzeug
Hasse Poulsen (DÄN) – Gitarre
Daniel Erdmann (D) – Tenorsaxophon

Homepage:www.Das-kapital.com
Myspace: www.myspace.com/daskap

das kapital

Aktuelle CD: Ballads & Barricades
Quark Records /nrw Vertrieb
VÖ: 08/09
Hanns Eisler, Komponist der Nationalhymne der DDR, wahrscheinlich hauptsächlich über seine langjährige Zusammenarbeit mit Berthold Brecht bekannt, beizeiten Lieblingsschüler von Arnold Schönberg, war recht unzufrieden mit der Tatsache, dass die neue musikalische Avantgarde keine größere Zuhörerschaft hatte. Er wollte eine sogenannte Populärmusik schaffen. Diese Idee führte dazu, dass Eisler Hunderte von Stücken schrieb, welche relativ einfach gehalten, aber trotzdem seine meisterhaften Kompositionstechniken erkennen lassen. Viele dieser Stücke sind im Exil entstanden, einige auf der Flucht durch Europa, weitere dann in Hollywood. In der DDR wurde Eisler offizieller Staatskomponist. Aus dieser Zeit stammen dann auch diese optimistisch-utopistische Propagandalieder, die es sicherlich verdient haben, weiterhin als Instrumentalversion gespielt zu werden.

DAS KAPITAL, Improvisations-Trio aus Paris, nimmt sich der Stücke Eislers an und benutzt die Mischung aus Arbeiterlied und Polytonalität als Fahrwerk für ein erstes Repertoire-Projekt der Band, welche einen relativ trockenen, europäischen jazz-sound (ohne die sonst für  die Band typischen Elektronischen Effekte) für dieses Repertoire gewählt hat und dennoch versucht, die größtmögliche Bandbreite an musikalischen Einflüssen in das Projekt einzubringen.

DAS KAPITAL arbeitet seit 2002 zusammen, spielte bei Festivals wie Banlieues Bleues, Jazz à Mulhouse, Taktlos Zürich, Jazz D´Or  Strasbourg. Neben den Trioaktivitäten gibt es auch Wonderland, ein Musik/Film-Projekt mit Nicolas Humbert und Martin Otter. Hasse Poulsen arbeitet ausserdem u.a. mit Sound of Choice, Louis Sclavis Napolis Walls, Speeq. Edward Perraud spielt im Yves Robert Trio, Syvain Kassap 4tet, BIG. Daniel Erdmann spielt u.a. mit seiner Band Erdmann 3000, Eric Schaefers Band Demontage, Ta Lam 10.

Presse:
“Ein immer wiederkehrender Glückszustand. Bei welchem man sich denken kann das er aus einem langen gemeinsamen Arbeitsprozess kommt von dem wir gerne das Geheimnis kennen würden. Es ist selten eine solch erfolgreiche Allianz von populärem und wissendem zu hören, zwischen “instant composing” und geschriebenem.”  Philippe Meziat, JAZZ MAGAZINE

“Zwischen Kabarett-Liedern und Revolutions-Hymnen fliegen die drei Helden der freien Improvisation in eine Musik blendender Intensität” OUEST FRANCE

“Das Kapital hat nichts von seinen ersten Intuitionen verloren, ganz im Gegenteil. Aber die Arrangements geben einen besonders eruptiven Rahmen. Ein warmer Tenor-Sound, samtweich und dann peitschend geschossen, eine Gitarre welche die sonore Materie formt, ein Schlagzeug mit inquisitorischem drive. Das Kapital nimmt die Gerüchte und das Gedächtnis der Welt an sich, überwirft sich mit dem singenden Morgen, zeichnet intime Resonanzen einer heilsamen Energie der Einladung zur Ruhe.” Thierry Lepin, JAZZMAN

Downloads:

info.pdf