Welcome to shoestring_jazz_booking

[Christian Zehnder Quartett]

17 Juni 2010

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Homepage: www.zehndermusic.ch
MySpace: myspace.com/christianzehnder

Christian Zehnder: Vocals, Jodeling, Overtonesinging, Laudola, Bandoneon
Barbara Schirmer: Swiss Cimbalom
Thomas Weiss: Percussion, Drums
Michael Pfeuti: Double Bass, Bassetto


Aktuelle CD: Schmelz

Traumton Records 4542

schmelz!

Aus dem Schmelz fliesst der Quell vom Alpenfirn durch die Talschaften, in den urban erhitzten Strom der Zeit. Roter Wüstensand legt sich vom Südwind getragen über die Gletscherzungen und ich glaube schon eine Karawane über Grat ziehen zu sehen. Im Gotthardhospiz entlockt ein verirrter Durchreisender Tangoklänge aus seinem Bandoneon und der Gastwirt erzählt mir dabei von seiner Heirat in fernen mesopotamischen Landen. Am Gipfelkreuz des Bernina übergibt ein Franzose Magnolienblätter der lichten Himmelssphäre, verabschiedet sich so weinend von einer verlorenen Liebe. Am Wegesrand im steilen Anstieg keucht mir ein rauchender Melancholiker vom Stillstand seiner Beine, seinem Leben und aus dem Transistorradio des Hüttenwarts in der Berghütte scheppert kubanischer Lebenspuls zu den Juchzern letzter Kuhtreiber einer nah gelegenen Alp… (Christian Zehnder)

Vokalist, Stimmenkünstler, Jodler oder Obertonsänger? Alles mag auf ihn zutreffen und doch kann man den eigenwilligen Schweizer Musiker und Performer in seiner Vielfalt nicht einfach einordnen. Zwischen neuer alpiner, zeitgenössischer E-Musik oder dem Musiktheater behauptet er sich schon länger erfolgreich auf internationalen Bühnen und immer liegt ein Hauch von Schweizer Bergluft in seinem Gesang. Archaisch, urban und sphärisch klingt das, als zerzaust da einer die Schweizer Gemeinplätze zwischen Sturm und Föhn, mit kritischer Fernsicht auf den entrückten Alpenkamm. Seinen nonverbalen Erzählkosmos verbindet er erstmals auch, wie die Sprachvielfalt seines Landes, mit Texten in Deutsch und Französisch und definiert damit seine ganz eigene, neue imaginäre Alpine Musik im Schmelz der Zeit.

Die Hackbretterneuerin Barbara Schirmer, mit welcher er bereits das Kammerspiel gländ entwickelte, erweitert das im letzten Jahr erfolgreich gewordene zehnder kraah trio mit Michael Pfeuti und Thomas Weiss und wird neu zum christian zehnder quartett.

Christian Zehnder wurde mit dem mehrfach ausgezeichneten Duo Stimmhorn bekannt, mit welchem er einen neuen innovativen Klangraum der Schweiz begründete. Neben seinen eigenen Projekten (kraah, gländ und schmelz) arbeitet er als Solist in verschiedensten Formationen wie Huun Huur Tu, Mercan Dede, dem casalQUARTETT, Don Li und vielen anderen. Als Interpret der neuen Musik, singt er wie jüngst z.B. in der Amazonas Oper der Biennale München, oder arbeitet mit dem berühmten Latvian Radio Choir aus Riga zusammen. Sein Interesse an der darstellenden Kunst bringt ihn auch immer wieder ins Theater, wo er als Schauspielmusiker, Komponist oder Regisseur Projekte realisiert.

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Django Bates Trio

27 Mai 2010

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Django Bates (p), Petter Eldh (b), Peter Bruun (dr)

Homepage: www.djangobates.co.uk
MySpace: www.myspace.com/djangobates

Aktuelle CD: Belovèd Bird 
lost marble records LM004 2010

“Bates’s ‘Bird’ music is alternately seductive and sardonic, dreamy and dangerous.” www.bbc.co.uk, Kevin Le Gendre

Django Bates über „Belovèd Bird“:
„Im Prinzip habe ich schon seit meiner Kindheit die Musik von Charlie Parker gehört. Ich wusste, dass das gute Musik ist, so wie eben Essen gut ist. Sie war Nahrung für mich, überlebenswichtig. Zu einer Zeit, in der meine Schulfreunde nur für Fußballer interessiert haben, ergriff meine Vater die Chance und lieh mir die Biographie „Bird Lives“. Dieses Buch wirft einen ziemlich romantisierenden Blick  auf das Leben Charlie Parkers. So fand ich meinen Helden.Ich lebte damals in einem langweiligen Vorort von London und war mit meiner speziellen Begeisterung praktisch alleine. In der Hoffnung einen anderen Bird-Maniac zu treffen, fing ich beim Warten auf die Bahn an, Bebop-Stück zu pfeifen. Überraschenderweise hat das tatsächlich geklappt.  Den Saxophonisten Steve Buckley habe ich tatsächlich über ein gepfiffenes Lied kennengelernt (auf eine Art also auf die sich auch unsere gefiederten Freunde treffen), und wir probten ein Jahr lang jeden Sonntag. Wir ruinierten dabei die Charlie Parker-Schellack-Sammlung seines Vaters, weil wir die Platten immer viel langsamer abspielten und die Nadel alle zwei Takte hochnahmen, um die faszinierenden Saxophon-Läufe zu enträtseln.2005 wurde ich dann gefragt, ob ich etwas zu einem Tribute-Konzert für Charlie Parker im Kopenhagener Jazz House beitragen könnte. Ich nutzte die Gelegenheit um Kompositionen zu arrangieren, die ich am meisten mit Parker assoziierte; Stücke also wie „Scrapple from the Apple“, „Hot House“, „Billie’s Bounce“, „Laura“, „My Little Suede Shoes“, „Now’s the Time“…Das Piano Trio ist natürlich eine beliebte Konstellation bei Musikern und Jazzliebhabern auf der ganzen Welt. Das Konzert des Trios von Bill Evans im Ronnie Scott’s Club zwei Wochen vor dessen Tod  sowie ein Auftritt von The Bad Plus in Cambridge waren für mich zwei der unvergesslichsten musikalischen Erfahrungen überhaupt. Daher entschied ich mich für dieses klassische Trio Line-up, um mich in Birds Musik zu vertiefen.Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn eine Platte aufzunehmen, bevor man nicht was Besonderes zu sagen hat. Jetzt ist es an der Zeit etwas Besonderes zu sagen: Bird Lives!“Biographisches:Django Bates wurde 1960 im englischen Beckenham geboren und wuchs in einer Straße „voller Banker“ auf. Seine Eltern hingegen pflanzen Gemüse im Vorgarten an und hatten immerzu irgendwelche skurrilen Freunde und deren Familien zu Besuch. „Wir passten wohl nicht in diese Umgebung,“ stellt Django rückblickend fest. Die Freude an der Musik verdankt er den verschieden musikalischen Einflüssen aus dieser Kindheit. So sammelte sein Vater Schallplatten mit rumänischer Folklore, Afrikanischer Musik und auch Jazz.Nach vielen Unterrichtsstunden am Klavier, der Geige und der Trompete kam Django zum Kompositionsstudium auf das Royal College of Music in London. Dort entdeckte er Verbotsschilder an den Pianos auf denen stand: „Jazz spielen untersagt“ … und nur zwei Wochen später war ihm klar, dass er als Komponist Autodidakt bleiben würde.2004 wurde Django erster künstlerischer Leiter des Fuse Festivals in Leeds, einem alle zwei Jahre stattfindenden Event, das sich der Vielschichtigkeit der aktuellen Musikszene widmet. Zu diesem Anlass beauftragte er Jonny Greenwood von Radiohead mit einer Komposition für Ondes Martenot und die London Sinfonietta. Das ist nur eine seiner vielen seiner genresprengenden Ideen.

Zu Ehren des 60. Geburtstags von Saxophonist Evan Parker bat Django 60 Komponisten, darunter Gavin Bryars, Sir Patrick Moore und John Zorn, jeweils einen Takt zu schreiben, welche er dann zu dem Stück „Premature Celebration“ zusammengefügte. Die Komposition wurde schließlich von der London Sinfonietta zusammen mit Evan Parker und Pail Lytton aufgeführt. Darüber hinaus komponierte Django das Stück „Umpteenth Violin Concerto“ for den Violinsten Ernst Kovacic.

Im Juli 2005 wurde Bates am renommierten Rhythmic Music Conservatory in Kopenhagen zum „Professor of Rhythmic Music“ ernannt.

Presse:

“Django Bates is equally confident as his all-acoustic piano trio stretch and pull at music associated with Charlie Parker - a childhood inspiration. Bates’ dazzling technique and quickfire imagination sometimes lead him to fidget, but this album is joyfully focused on giving well-worn themes a new life. Peter Bruun and Petter Eldh on bass and drums follow the imaginative brilliance telepathicaly, caressing ballads, juxtaposing rythms and creating order out of chaos.”
Financial Times, Mike Hobart

“For his 40th birthday, in 2000, Django Bates made an American songbook album. It was an unusual choice for the pianist and composer, but he didn’t flinch from twisting the familiar patterns and dynamics of those evergreens out of shape. For his 50th, he’s applied the same treatment to the 1940s bebop themes composed by or linked with his childhood hero, Charlie Parker. Dazzling themes such as Hot House, Now’s the Time and Moose the Mooche are reworked in a regular acoustic piano-trio setting, with Danish musicians Petter Eldh on bass and Peter Bruun on drums (the group tour the UK next month). As a balance of creative interpretation and insight into the tumultuous psyche that created this music, it’s an astonishing achievement. A ducking-and-diving, tempo-shuffling Scrapple from the Apple, an updated-Latin My Little Suede Shoes, and an almost-straight Now’s the Time played at breakneck speed are highlights – and for all Bates’s radical makeovers, his enthusiasm for traditional bop piano blazes through. A trickling, impressionistic, rather classical exploration of the normally uptempo Ah-leu-cha conjures a search for privacy and peace on Bird’s part that his background, lifestyle and economic circumstances never allowed him.”
The Guardian, John Fordham

Charlie ‘Bird’ Parker is the great warrior soloist of jazz history, one of the progenitors of bebop, whence came the harmonic trickery and acrobatic improvisations that altered the course of the music in the mid 1940s and still provide essential tools for modernists chipping away at today’s creative coalface.
There is another portrait of Parker that can be drawn, though: the balladeer, the romantic, the purveyor of music for lovers. British pianist Bates has wholeheartedly understood this and his decision to play Parker in a trio setting, backed by skilled double-bassist Petter Eldh and drummer Peter Bruun, enables him to investigate, reinforce and often subvert that emotional core with clarity and power.
His ‘Bird’ music is alternately seductive and sardonic, dreamy and dangerous. Since his emergence with London big band Loose Tubes in the 80s, Bates has been tagged as the quirky, mercurial eccentric, liable to entwine technical brilliance with high jinks, yet he has always had a sensitive side and that serves him well as he teases forth similar traits from the Parker songbook. The highpoint is a reading of Star Eyes which captures the sunny buoyancy of the original but also injects melancholy by way of an arrangement that toys with slow to middling tempos before injecting an unsettling minor key Latin vamp in the coda.
Afro-Cuban or calypso rhythms crop up frequently, perhaps as a passing nod to Parker’s great accomplice Dizzy Gillespie and the fizzing, darting energy of My Little Suede Shoes shows how playful if not joyous bebop can be despite the somewhat forbidding nature of its quicksilver chord changes and overall structural fragmentation. The jerky, off-centre dance loosely recalls the late, great Puerto Rican pianist Hilton Ruiz. Above all, Bates suggests the relevance of Parker to the 1960s avant-garde that largely broke with the orthodoxy that bebop became; or rather the pianist shows just how interesting bebop can be in the hands of an artist who knows the value of both free improvisation and on-the-money composition.”
www.bbc.co.uk, Kevin Le Gendre  

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