Welcome to shoestring_jazz_booking

On Tour: Michael Schiefel

13 März 2010

Michael Schiefel (vocals)

25.03.2010 DE-Amberg, Stadttheater : Solo
26.03.2010 DE-Schwäbisch Hall, Hospitalkirche, Jazz Art Festival : Solo
07.05.2010 DE-Jena, Umspannwerk
12.05.2010 DE-Berlin, A-Trane : Record Release Concert
Weitere Termine in Vorbereitung

[Michael Schiefel - Solo]

04 September 2006

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Michael Schiefel (voc, electronics ) (p)

Homepage: www.michaelschiefel.com

MySpace: myspace.com/michaelschiefel

Aktuelle CD
MY HOME IS MY TENT

TRAUMTON 4539-2
Veröffentlichung 07.05.2010

Michael Schiefel - My Home Is My Tent

Auf und davon, Aufbruch allerorten, die Welt wird kleiner und alle sind ständig unterwegs. Ob virtuell oder körperlich scheint kaum noch einen Unterschied zu machen, live streamend sind alle immer und überall erreichbar. So wie die Ferne zu verschwinden scheint, droht dem Einzelnen das Verschwinden in ihr. Mobilität birgt die Gefahr von Reizüberflutung und Entwurzelung. Aber Michael Schiefel ist angekommen, ist unterwegs zuhause. Der Titel seines neuen Solo-Albums “My Home Is My Tent” ist klug gewählt. Das Zelt ist kein Schneckenhaus, das der Einzelgänger als starr-mobile Höhle allzeit bereit zum Rückzug gleichermassen als Schutz und Bürde mit sich herumträgt. Das Zelt als virtuelle Heimat ist leicht zu transportieren und schnell versetzbar. Die Zeltwand schwingt und wird zur magischen Membran der Aussenwelt, die Konzentration und Durchlässigkeit zugleich zulässt, Eindrücke filtert und zu persönlichen Erfahrungen destilliert. Oder, mit dem Worten des grossen Visionärs Vilém Flusser, der bewegte “Behälter” und Zelte mehr schätzte als Häuser: “Die sich im Wind blähende Zeltwand sammelt die Erfahrungen, prozessiert sie und sendet sie aus, und ihr ist es zu verdanken, daß das Zelt ein kreatives Nest ist”.

„My Home Is My Tent“ ist Michael Schiefels fünfte Solo-Arbeit und seine vierte CD für Traumton. Es ist ein Album, das seinen schmalen Schultern eine konzeptuelle Doppelbelastung aufbürdet, und soviel sei schon verraten: Er trägt sie mit Leichtigkeit.

Zunächst ist es ein „Themenalbum“, das einen lyrischen und musikalischen Blick auf neun Großstädte wirft, die der Sänger (mit einer Ausnahme) in den letzten Jahren und Monaten bereist hat. Andererseits ist es ein Solo-Album im allerwahrsten Wortsinn, das zu 100 Prozent aus Michael Schiefels vokalen Äußerungen besteht. Das beschreibt, wie seine Fans und seine Kritiker wissen, ein weites Spektrum: vom generischen Jazzgesang zum expressiven Ausdruck, von feminin bis maskulin, von Naturschauspiel bis digital-effektiv, vom Scatgesang zum Beatboxing. Die einzigen Werkzeuge sind dabei ein für ihn entwickeltes Loopgerät, mit dem er seine Stimme auf sich selbst zurückwerfen und, je nach Bedarf, zu mehrstimmigen Chören oder ganzen Vokal-Ensembles schichten kann; und ein Laptop, dessen Software dem ausgeprägten Spieltrieb seines Benutzers unbegrenzte Möglichkeiten der Deformation, Dehnung, Streckung und Gestaltung der Stimmfragmente in die Hand gibt. Mit diesen Mitteln kann Schiefel komplexe, an außerweltliche Madrigale erinnernde Mehrstimmigkeit erzeugen, oder auch mal eine komplette Band mit Schlagzeug, Bass und Harmonieinstrumenten.

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