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Lisbeth Quartett

Konzerte ganzjährig auf Anfrage

Charlotte Greve_Sax
Manuel Schmiedel_Piano
Marc Muellbauer_Bass
Moritz Baumgärtner_Drums

www.charlottegreve.de

New CD: There is only make. (Traumton Records), Release 11/2017

Lisbeth Quartett – There is only make

Zeit ist relativ, das wissen nicht nur Philosophen und Quantenphysiker. Auch das Lisbeth Quartett hat von je her einen eigenen Zeitbegriff. Erkennbar an der inneren Ruhe, mit der die Band ihre transparente bis dichte Musik im Studio und auf der Bühne entwickelt. Und an Charlotte Greves hintergründigen, teils lyrischen, im besten Sinne zeitlosen Kompositionen, die Tiefgang und unaufdringliche Leichtigkeit vereinen. Letztere resultiert vor allem aus Greves sensiblem und souveränem Spiel sowie ihrem leuchtenden, schwebenden Saxophonton. Mit geduldiger Zielstrebigkeit ist das Lisbeth Quartett weit gekommen. 2009 gegründet, seit 2012 paritätisch auf Berlin und New York verteilt, wurde es für seine zweite CD Constant Travellers mit einem Jazz-Echo als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Der Nachfolger Framed Frequencies (01/2014) erhielt ebenfalls viel Lob, auch international. „Charlotte Greve gilt als die neue Saxofonhoffnung der Republik“, war in der Süddeutschen Zeitung zu lesen, und im Fono Forum stand: „Mit großer Seelenruhe und einer nie zur Schau gestellten Virtuosität begeben sich hier vier Musiker auf eine viel versprechende Expedition.“

Trotz ihrer Aufenthaltsorte dies- und jenseits des Atlantiks treffen sich die überwiegend immer noch recht jungen Lisbeths regelmäßig zu Tourneen. Ihr intuitives und intensives Einverständnis ist auf der eindrücklichen CD Lisbeth Live eingefangen, die Ende 2015 erschien. Gut ein Jahr später formulierte Charlotte Greve im Interview mit der FAZ einen Rück- und Ausblick: „Nachdem wir uns auf der Live-Platte in Improvisationen ziemlich aus dem Fenster gelehnt haben, denken wir für das neue Album an etwas klarere Formen und Melodien.“ Letztlich ist There Is Only Make dann aber doch sehr offen und weitläufig geworden. Greves kompositorische Erzählkunst und die Spielfreude der aufmerksamen, fokussierten Band kreieren Spannungsbögen, die locker über acht Minuten tragen. „Viele Stücke bestehen aus mehreren Teilen“, erklärt Greve, „und dann brauchen wir natürlich auch noch Platz zum Improvisieren.“ Die Bandleaderin hat klare Vorstellungen, notiert zuweilen auch Details akribisch aus, freut sich andererseits über den facettenreichen Gestaltungswillen ihrer Partner. Marc Muellbauers distinguierte, „singende“ Basslinien sind viel mehr als nur Grundierung, Manuel Schmiedels getupfte, perlende oder akzentuierte Klaviervignetten kreieren phantasievolle Panoramen, Moritz Baumgärtners unkonventionell klangvolles und dynamisches Schlagzeugspiel befeuert rhythmische Finessen. Zusammen mit Greves warm timbrierten und gleichzeitig kristallinen Modulationen ergibt sich der innige, pointierte Lisbeth-Sound.

Der Name des Albums hat, wie manche Songtitel, mit Charlotte Greves Leben in New York zu tun. Es handelt sich um eine der „10 rules for students and teachers“, die  größtenteils von Corita Kent verfasst und von John Cage ergänzt und verbreitet wurden. Regel Nummer 6 besagt, „Nothing is a mistake. There is no win and no fail. There is only make.“ Für Greve eine Motivation, die ihrem Naturell und dem Geist der Band entspricht. „Als wir 2009 unser erstes Demo aufnahmen, hatten wir gar nicht an eine Veröffentlichung gedacht, aber dann wurde daraus unser Debüt Grow. Inzwischen wohnen wir zwar nicht mehr alle in Berlin, bringen aber trotzdem unser fünftes Album raus“, fasst sie zufrieden den Stand der Dinge und die achtjährige, kontinuierliche Geschichte des Lisbeth Quartetts zusammen.

Charlotte Greve empfindet There Is Only Make als konsequente Weiterentwicklung. „Das neue Album ist mehr aus dem Bandprozess heraus entstanden als unsere früheren Produktionen. Bevor wir ins Studio gingen, trugen wir die Stücke länger mit uns herum und haben sie in vielen Konzerten gemeinsam ausformuliert.“ Während der Aufnahmen im Traumton-Studio gelang es, die Lebendigkeit der Konzerte zu bewahren und gleichzeitig Abstufungen herauszuarbeiten. Greve vergleicht den Prozess mit einem Maler, der nach und nach Details und Tiefe seines Bildes entwickelt. Das Ergebnis sind vielschichtige Stücke, die zwischen ruhigen Passagen und kräftigen Steigerungen oszillieren.
Melodische Bögen und klare Formen, subtiles Zusammenspiel und moderne Haltung geben dem Lisbeth Quartett einen noch eigenständigeren Charakter und ein  internationales Profil.

 

Presse

“Die Stücke des Lisbeth Quartetts strahlen seltenen Charme und Geschlossenheit aus.[…]Vier Virtuosen meiden das Vorhersehbare und verstehen sich dabei wie im Schlaf.” Stereoplay, Audiophile des Monats | KLANGTIPP

“Wenn Charlotte Greve ihr Saxofon ansetzt, dann trifft sie sofort den Ton. Der
klingt mächtig, aber nicht dominant, sanft und präsent zugleich.”
Roman Rhode, Tagesspiegel

„Ein Quartett auf internationaler Augenhöhe“
Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung

“Selten ist große Ausdruckskraft von so viel Anmut getragen wie in diesen Aufnahmen des Lisbeth Quartetts. Mindestens im Jazz, vielleicht auch darüber
hinaus.”
Roland Spiegel, BR

Nichts ist in dieser Musik vorhersehbar, nichts ist sicher. Das junge Lisbeth Quartett gibt eine Demonstration der Reife. DIE ZEIT #44, Stefan Hentz

Mit großer Seelenruhe und einiger nie zur Schau gestellten Virtuosität begeben sich hier vier Musiker auf eine viel versprechende Expedition, auf deren weiteren Forschungsergebnisse man in der Zukunft gespannt sein darf. RONDO, Josef Engels

Momente voller rauschhafter Energie, wie man sie in dieser Intensität und Intimität selbst von derartigen Hoffnungsträgern kaum erwartet hätte. Jazzthing

Charlotte Greve, Manuel Schmeidel, Marc Muellbauer und Moritz Baumgärtner spielen sich die Bälle zu mit organischer Intelligenz, cooler Souveränität und raffiniertem Grips. Jazzpodium, Tobias Böcker

So definiert sich das Quartett nicht etwa durch juvenilen Sturm und Drang, sondern  fokussiert sich in seinen Improvisationen vielmehr auf klangvolle Details. (…) auf dem Grat ziwschen Melodie und Abstraktion. Frankfurter Allgemeine Zeitung

Download Pressefotos:

Foto 1 & 2: © Annika Nagel

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